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EEG-Rabatte erfreuen Industrie weiter

Auch im Jahr 2018 können sich energieintensive Unternehmen über massive Nachlässe bei der EEG-Umlage freuen. Nach Abschluss des Antragsverfahrens können rund 1.900 Unternehmen in Deutschland damit rechnen, im kommenden Jahr unter die sogenannte "Besondere Ausgleichsregelung" zu fallen und nur eine reduzierte oder gar keine EEG-Umlage zahlen zu müssen, teilte das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) mit. Die Strommenge, für die die Rabatte beantragt wurden, stieg für 2018 sogar auf 114 Milliarden Kilowattstunden an. 2017 hatte die entlastete Strommenge bei 112 Milliarden und 2016 bei 113,5 Milliarden Kilowattstunden gelegen.

BildDie deutsche Aluminiumbranche gehört auch weiterhin zu den am stärksten beim Strompreis begünstigten Industriezweigen. (Foto: Trimet)

Zu den im kommenden Jahr am stärksten entlasteten Branchen gehört die Aluminium-Industrie. Dort werden 2018 im Schnitt für jedes Unternehmen 430 Millionen Kilowattstunden bei den EEG-Kosten rabattiert. Es folgen die Mineralölverarbeitung mit 366 Millionen Kilowattstunden pro Unternehmen, die Produktion von Industriegasen mit 296 Millionen und die Erzeugung von Roheisen, Stahl und Stahllegierungen mit 258 Millionen Kilowattstunden.

Betrachtet man die Bundesländer, profitieren besonders die energieintensiven Branchen in Nordrhein-Westfalen. Dort fällt mit fast 35 Milliarden Kilowattstunden rund ein Drittel der gesamten jährlichen Rabattmenge an. Es folgen Bayern mit 15,3 Milliarden und Niedersachsen mit 11,4 Milliarden Kilowattstunden. Die Zahlen zeigen, dass die EEG-Rabatte vor allem eine Förderung der Schwerindustrie in Nordrhein-Westfalen darstellen.

Bezahlt werden diese Preisnachlässe von den anderen Stromkunden, vor allem von privaten Haushalten und Gewerbetreibenden. In der Höhe bewegten sich die EEG-Rabatte in den vergangenen Jahren jeweils um die fünf Milliarden Euro, die Grünen im Bundestag bezifferten sie zuletzt auf jährlich 6,5 Milliarden Euro.

klimaretter.info/jst

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