Internationale Urban-Farming-Konferenz in Berlin

In Städten auf der ganzen Welt wird gegärtnert und geackert. Was "Urban Farming" alles sein kann, zeigt eine internationale Konferenz im September. Es geht um neue Partnerschaften und neue Ideen für die Welternährung von morgen.

Am 11. und 12. September 2017 findet in Berlin die International Urban Farming Conference statt. Veranstalter ist das Umweltnetzwerk Grüne Liga Berlin. Die Konferenz präsentiert die Vielfalt internationaler urbaner Landwirtschaft von fünf Kontinenten. Die Gründe für deren Renaissance sind so vielfältig wie die Bewegung selbst.

BildDer Gemeinschaftsgarten "Himmelbeet" bringt Menschen im sozialen Brennpunkt Berlin-Wedding zusammen. (Foto: Elisabeth Meyer-Renschhausen)

In Städten auf der ganzen Welt wird gegärtnert und geackert: auf Dächern, Brachflächen, Hochbeeten, in Containern oder Säcken, an Wänden, auf privaten und öffentlichen Flächen, auf Erde oder in Nährstofflösung. Die Motivationen und Ziele spannen einen denkbar weiten Bogen – gegärtnert wird für grüne statt graue Städte, für mehr Lebensqualität, für ein soziales und interkulturelles Mit- statt Gegeneinander, gegen die zunehmende Privatisierung und Kommerzialisierung, gegen klimabedingte Überhitzung und für mehr Biodiversität, für die Ernährungsicherung oder die Stärkung der regionalen Wirtschaft.

Im Jahr der Internationalen Gartenausstellung in Berlin soll die Konferenz einen fachlichen Austausch zwischen Projekten der urbanen Agrikultur weltweit ermöglichen, gute Ideen und kluge Strategien liefern. Ein Schwerpunkt ist die Unterstützung städtischer Gärten und Initiativen durch die Kommunen, speziell die Süd-Nord-Kooperation zwischen Städten soll angeregt werden.

Viele Fragen, aber auch Antworten

Landwirtschaft in Städten und am Stadtrand wird global weiter an Bedeutung gewinnen. Im Jahr 2050 werden etwa zehn Milliarden Menschen auf dem Planeten leben, dabei zwei von drei Menschen in Städten. Ernähren kann uns dann nicht die industrielle Landwirtschaft, die mit ihrem Raubbau an endlichen Ressourcen und ihren enormen Transportwegen den Klimawandel wesentlich mitverantwortet.

Die Zukunft der Welternährung und die Antwort auf die Frage, wie wir in schnell wachsenden Städten zusammenleben werden, gehören zu den drängendsten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Dass es Antworten gibt und wie sie aussehen, zeigen auf der Urban-Farming-Konferenz zahlreiche praktische und wissenschaftliche Projektbeispiele aus Europa, Afrika, Asien, Nord- und Südamerika.

Die Internationale Urban-Farming-Konferenz will die Bedeutung und Vielfalt der urbanen Landwirtschaft abbilden, internationale Projekte, Organisationen und Kommunen zusammenbringen und über politische Rahmenbedingungen diskutieren. Eine bessere Vernetzung und neue Städtepartnerschaften für urbane Agrikultur möchte die Konferenz sowohl im Subsistenz- als auch im Erwerbsbereich anstoßen. Die Konferenz findet in den Berliner Räumen der Heinrich-Böll-Stiftung statt, die Konferenzsprachen sind Englisch, Spanisch und Deutsch.

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Dieser Beitrag wurde nicht von der Redaktion erstellt. Er ist in Kooperation mit der Grünen Liga Berlin e.V. in der Rubrik Advertorials erschienen.

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