Rekordsturm "Irma" erreicht Karibik

Das Hurrikan-Zentrum der US-Wetterbehörde NOAA hat den Tropensturm "Irma" in die höchste Stufe fünf eingeordnet und vor den "potenziell katastrophalen" Folgen gewarnt. Irma bringe lebensgefährliche Windstärken, Sturmfluten und extreme Niederschläge mit sich, heißt es. Betroffen seien zahlreiche karibische Inseln von Puerto Rico über die Dominikanische Republik und die Bahamas bis Kuba. Auch Florida könnte in den kommenden Tagen getroffen werden.

Bild"Harvey" ist noch in den Schlagzeilen, da kommt schon "Irma". (Foto: NOAA)

In der Nacht zum heutigen Mittwoch ist Irma auf der Karibikinsel Barbuda erstmals auf Land getroffen und hat dort schwere Schäden angerichtet. Von Windgeschwindigkeiten zwischen 250 und 300 Stundenkilometern ist die Rede. Irma ist damit einer der stärksten Stürme, die jemals über dem Atlantik registriert wurden.

Auch über die Inseln Saint-Barthélémy und Saint Martin, die zu Frankreich und den Niederlanden gehören, fegte Irma hinweg. Als nächstes werden die Britischen Jungferninseln von Irma getroffen. Bei dem Kurznachrichtendienst Twitter ist unter dem Stichwort #Irma von "Irmageddon" die Rede. Irma sei ein "Monster-Sturm". 

"Auch für mich als Klimaforscher ist es bestürzend, dass wir nach 'Harvey' innerhalb so kurzer Zeit bereits den zweiten möglicherweise verheerenden Sturm in der Region beobachten", sagte Anders Levermann vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. "Leider ist die Physik hier sehr klar: Hurrikans holen ihre zerstörerische Energie aus der Wärme des Ozeans, und die Wassertemperaturen in der Region sind überhöht."

Der Klimawandel verursache die Stürme nicht, so Levermann, er verschlimmere aber ihre Folgen. "Das Verbrennen von Kohle, Öl und Gas erhöht die Temperatur des Planeten und liefert damit Energie für immer stärkere tropische Stürme. "

klimaretter.info/vk

[Erklärung]  
Anzeige
blog comments powered by Disqus

Anzeige

Anzeige

Kolumnen

Alle Kolumnen lesen
Alle Herausgeber-Interviews lesen