Anzeige

Solarthermie

Bei der Solarthermie oder Solarwärme wird langwellige Strahlungsenergie der Sonne (Wärmestrahlung) in nutzbare thermische Energie (Wärmeenergie) umgewandelt – während bei der --> Photovoltaik die kurzwellige Strahlungsenergie der Sonne (in der Regel Sonnenlicht) in Strom umgewandelt wird. 

Das geschieht häufig mit Sonnenkollektoren auf Hausdächern, mit denen Brauch- und Heizungswasser erwärmt wird. Wenn man Zwischenspeicher wie große Wassertanks nutzt, lässt sich so selbst in Norddeutschland ein nennenswerter Teil der Heizenergie von der Sonne gewinnen. 

In südlicheren Breiten lohnt es sich, die Sonnenstrahlen mit Spiegeln zu konzentrieren und damit zum Beispiel ein flüssiges Salz zu erhitzen. So können große Mengen Wärmeenergie eingefangen werden, mit der sich dann Dampf zum Betreiben einer Turbine erzeugen lässt.

In Deutschland fordern Experten seit Langem, die Energiewende, die bisher nur eine Stromwende sei, durch eine Wärmewende zu ergänzen. Rund ein Drittel der in der Bundesrepublik verbrauchten Energie wird für das Heizen von Gebäuden und die Warmwasseraufbereitung aufgewendet. Mit Solarthermie ließen sich zwei- bis viermal höhere Flächenerträge als bei der photovoltaischen Wärmebereitstellung erreichen und 25 Prozent des CO2-Ausstoßes im Wärmesektor vermeiden. Bisher werden lediglich zwei Prozent des bundesdeutschen Wärmeverbrauchs solarthermisch gedeckt, während Solarwärme etwa in China weit verbreitet ist.

Wikipedia: Solarthermie

Zurück zum Lexikon >>

[Erklärung]  

Anzeige

Anzeige

Kolumnen

Alle Kolumnen lesen
Alle Herausgeber-Interviews lesen