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Großbritannien und Kanada gegen Kohle

Großbritannien und Kanada wollen auf der Weltklimakonferenz im November in Bonn bei den anderen Staaten für den Kohleausstieg werben. Dazu wollen die beiden Länder ein "globales Bündnis" schmieden, wie die kanadische Klimaschutzministerin Catherine McKenna und ihre britische Amtskollegin Claire Perry diese Woche in London bekannt gaben.

BildKanada und Großbritannien wollen für den Kohleausstieg werben. (Foto: Schulze von Glaßer)

Die zwei Länder haben selbst bereits ein Datum für den Kohleausstieg festgelegt. In Kanada soll es 2030 so weit sein. Großbritannien hatte erst im September langjährige Pläne verbindlich gemacht, bis 2025 mit der Kohleverstromung aufzuhören. Beide Länder setzen allerdings weiter auf Atomkraft und nutzen – zumindest im Vergleich zu Deutschland – jetzt schon wenig Kohlestrom.

Erst vor wenigen Tagen hatte die neue Regierung der Niederlande überraschend einen Kohleausstieg bis 2030 angekündigt – obwohl mehrere milliardenschwere Kohlekraftwerke in dem Nachbarland gerade erst fertig geworden sind und sich bis 2030 auf keinen Fall rechnen werden. "Der Kohle-Ausstiegsplan der Niederlande zeigt heute, dass keine Investition in Kohlekraft in Europa sicher ist", sagte der britische Energieexperte Gerard Wynn vom Institut für Energiewirtschaft und Finanzanalyse IEEFA.

Für die am Mittwoch beginnenden Sondierungsgespräche in Deutschland für eine mögliche Jamaika-Koalition gilt der Kohleausstieg als Streitpunkt. Die bisherige Große Koalition tat sich mehr als schwer damit – einen Ausstiegstermin gibt es hierzulande nicht. Die Kohleverstromung macht in Deutschland immer noch rund 40 Prozent der Stromerzeugung aus.

klimaretter.info/scz

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