Papst fordert Handeln zum Klimaschutz

Papst Franziskus hat Regierungen und Bürger aufgefordert, umweltschädliche Produkte zu boykottieren, um dem Klimawandel entgegenzutreten. "Der Klimawandel hat auch zur herzzerreißenden Flüchtlingskrise beigetragen. Die Armen der Welt, die am wenigsten verantwortlich sind für die globale Erwärmung, sind am stärksten gefährdet und leiden bereits an den Auswirkungen", sagte das Oberhaupt von weltweit 1,2 Milliarden Christen.

BildPapst Franziskus fordert einen Boykott von umweltschädlichen Produkten. (Foto: Aleteia Image Department/Flickr)

Kardinal Peter Turkson, ein enger Vertrauter des Papstes, sagte zu den Forderungen, es sei an den Bürgern, darauf zu bestehen, dass die Verpflichtungen aus dem Pariser Klimavertrag eingelöst werden und die Staaten sich ehergeizigere Klimaziele setzen. "Der Papst regt an, dass sozialer Druck – wie durch das Boykottieren von bestimmten Produkten – die Unternehmen dazu zwingen kann, ihren ökologischen Fußabdruck und die Produktionswege zu überprüfen", erklärte Turkson.

Die neuen Forderungen des Oberhaupts der katholischen Kirche reihen sich ein in seine intensive Beschäftigung mit dem Klimawandel. Im Juni 2015 erschien die Umweltenzyklika, in der Franziskus den Ausbau der erneuerbaren Energien fordert. Im September des vergangenen Jahres nutzte er eine USA-Reise, um seine Botschaft zum Klimaschutz vom Balkon des Weißen Hauses zu verbreiten. Und beim diesjährigen Ostersonntags-Segen "urbi et orbi" postulierte der Papst einen Zusammenhang zwischen der Flüchtlingswelle und der profitgierigen Ausbeutung der Natur.

klimaretter.info/jm

[Erklärung]  
Anzeige
blog comments powered by Disqus

Anzeige

Anzeige

Kolumnen

Alle Kolumnen lesen
Alle Herausgeber-Interviews lesen