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Politiker fordern 100 Prozent Erneuerbare

In einem Appell des World Future Council fordern Abgeordnete aller im Bundestag vertretenen Parteien die Beschleunigung der Energiewende. Angesichts gesunkener Kosten, ausgereifter Technologien und der Pariser Klimaziele müsse das "bewusste Ausbremsen" erneuerbarer Energien ein Ende haben. 

BildSoll laut Appell stärker ausgebaut statt abgebremst werden: Windkraft in Deutschland. (Foto: Oliver Grob)

Die Kritik des von Ulrich Kelber (SPD) initiierten Appells zielt dabei besonders auf die Diskrepanz zwischen Deutschlands nationaler und internationaler Klimapolitik: Auf der Weltbühne sammele man "Lorbeeren als Vorreiter bei Klimaschutz und Energiewende", während hierzulande "besorgniserregende Investitionseinbrüche" bei den erneuerbaren Energien zu verzeichnen seien.

Die angekündigten Änderungen am EEG biete dabei keine Abhilfe, im Gegenteil: "Die EEG-Novelle 2016 nach jetzigem Stand würde dazu führen, dass der Ausbau des Ökostroms weiter zurückgeht und gleichzeitig die Kosten für die Stromkunden steigen", heißt es in dem Appell. Die Unterzeichner fordern deshalb eine Anhebung der Ausbauziele für Wind und Photovoltaik im EEG, um die deutsche Energiewende mit den Klimaschutzzielen in Einklang zu bringen. Außerdem solle die Bürgerenergie zur Priorität gemacht werden.

Das World Future Council (WFC) ist eine gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Hamburg, die sich für mehr Nachhaltigkeit in der Politik einsetzt. Der Gründer und Vorstandsvorsitzende Jakob von Uexküll ist auch Initiator des "alternativen Nobelpreises". Die Mitglieder des WFC kommen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur. Der nun veröffentlichte Appell ist Teil der WFC-Kampagne "Global 100 % RE", für die Ulrich Kelber als Botschafter auftritt.

Die Unterzeichner des Appells sind die Bundestagsabgeordneten Marco Bülow und Ulrich Kelber von der SPD, Josef Göppel (CSU), Eva Bulling-Schröter und Caren Lay von der Linken sowie die Grünen-Abgeordneten Dieter Janecek, Peter Meiwald und Julia Verlinden, außerdem der Europaparlamentarier Jo Leinen und der Oberbürgermeister von Frankfurt am Main, Peter Feldmann (beide SPD).

klimaretter.info/ogro

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