Landwirtschaft häuft Klimaschulden an

Böden sind für den Klimaschutz besonders wichtig. Sie binden große Mengen Kohlenstoff, insgesamt mehr als alle Wälder zusammen. Damit sind sie nach den Meeren der zweitgrößte CO2-Speicher der Welt. Dieser gespeicherte Kohlenstoff wird durch landwirtschaftliche Nutzung freigesetzt. In welchem Umfang das bislang geschehen ist, haben nun Wissenschaftler aus den USA und den Niederlanden untersucht. Ihre Studie zur "Klimaschuld des menschlichen Ackerbaus" ist gerade im Fachmagazin Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) erschienen.

BildKlimaproblem Landwirtschaft: Das Pflügen von Äckern und das Ernten von Feldfrüchten beschleunigen die Freisetzung von Kohlendioxid in die Atmosphäre. (Foto: Schulze von Glaßer)

Demnach sind den Böden 133 Milliarden Tonnen Kohlenstoff verloren gegangen, seitdem der Mensch vor rund 12.000 Jahren mit dem Ackerbau begann. Das entspricht acht Prozent der gesamten Menge an CO2, die in den Böden gespeichert sind.

Rund zwei Drittel des verlorenen Kohlenstoffs gelangten laut Studie in die Atmosphäre. Der Rest wurde per Wind, Wetter und Bodenerosion an andere Stellen transportiert und hat sich dort abgelagert. Berechnet wurde der Kohlenstoff-Verlust in den obersten beiden Metern der Böden.

Laut der Untersuchung hat sich der Verlust vor allem seit Beginn der industriellen Revolution extrem beschleunigt. Der Anbau von Feldfrüchten trage im gleichen Maße dazu bei wie die Viehzucht.

klimaretter.info/vk

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