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Eemshaven: Last Exit per Download

Natur- und Umweltschutzorganisationen haben dazu aufgerufen, gegen den geplanten Bau des RWE-Kohlekraftwerks Eemshaven bei den zuständigen Behörden in der niederländischen Provinz Groningen Einspruch einzulegen. Die Vorlage eines Beschwerdebriefs steht auf den Internetseiten von Greenpeace und der Bürgerinitiative Saubere Luft Ostfriesland zum Download bereit. Bis zum 2. August kann noch Einspruch eingelegt werden.


Seit 2009 wird gebaut, doch im August 2011 kippte das höchste Gericht der Niederlande die sogenannte Naturschutzgenehmigung und erklärte die 2008 erteilten Bau- und Betriebsgenehmigungen für ungültig. Mitte Juni erteilte die Provinz Groningen eine neue Naturschutzgenehmigung. (Foto: RWE)

Nach mehrjährigem rechtlichen Hin und Her hatte die Provinz Groningen am 19. Juni die sogenannte Naturschutzgenehmigung erteilt. Derzeit läuft die sechswöchige Einspruchsfrist. RWE baut bereits seit 2009 an dem 1.600-Megawatt-Kraftwerk. Ursprünglich sollte es schon 2012 ans Netz gehen.

Umweltschützer befürchten nicht nur Auswirkungen auf das Ökosystem des Weltnaturerbes Wattenmeer, sondern auch eine drastische ansteigende Luftverschmutzung sowie einen deutlich erhöhten Kohlendioxidausstoß. Würde das Kraftwerk Eemshaven tatsächlich in Betrieb gehen, heißt es in dem Einspruchsschreiben, das nun downgeloadet werden kann, würde RWE einen Anstieg von drei bis vier Prozent des niederländischen Kohlendioxid-Ausstoßes bewirken. Die Genehmigung zu erteilen sei ein "historischer Fehler, der vierzig Jahre lang schwerwiegende Folgen nach sich ziehen wird."

klimaretter.info/vk

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