Energetische Sanierung ohne Rabatt
Wie die Saarbrücker Zeitung berichtet, ist das Vorhaben, die energetische Sanierung von Gebäuden künftig steuerlich absetzbar zu machen, offenbar endgültig gescheitert. Laut Finanzministerium würden sich die Anzeichen "verfestigen", dass der Bund kein Vermittlungsverfahren beantragen wird, um das Projekt doch noch zu retten. Stattdessen will die Bundesregierung eine weitere Aufstockung des bestehenden Gebäudesanierungsprogramm prüfen. Auch eine Überarbeitung der Förderkriterien ist im Gespräch.

Gebäudesanierung ist teuer, lohnt sich aber. (Foto: Böck)
Der Bundesrat hatte im Juli in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause das Vorhaben abgelehnt, wonach Hauseigentümer bei energetischen Gebäudesanierungen zehn Prozent der Kosten zehn Jahre lang steuerlich geltend machen können. Hintergrund: Die Länder hätten gut die Hälfte der auf 1,5 Milliarden Euro geschätzten Steuerausfälle tragen müssen.
Der Chef der Deutschen Energie-Agentur (dena), Stephan Kohler, zeigte sich enttäuscht.Neben Verbänden der Bauwirtschaft und des Handwerks hatte auch die dena vehement dafür plädiert, den Vermittlungsausschuss anzurufen, um doch noch eine Einigung zu erzielen. Unterdessen hat Kohler ein Gesamtfördervolumen für Sanierungsmaßnahmen von bis zu fünf Milliarden Euro jährlich gefordert. Anders sei das Ziel der Regierung, bis 2020 im Gebäudebereich 20 Prozent an Energie einzusparen, nicht zu schaffen.
klimaretter.info/vk
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