Berlins Dächer zeigen Potenzial
Mehr als 77 Prozent des privaten Stromverbrauchs könnten in Berlin durch Sonnenergie gedeckt werden. Das geht aus dem Berliner Solaratlas hervor, der am Montag vom Berliner Senat vorgestellt wurde: Mit wenigen Mausklicks sollen Solar-Interessierte damit herausfinden können, ob sich ihre Dachfläche für Photovoltaik oder Solarthermie eignet.

Eine Ansicht des Solaratlas, hier in 2D: Rote Dächer sind besonders gut für solare Energieerzeugung geeignet. Auch über ein 3D-Modell und Google Earth lässt sich der Atlas aufrufen. (Grafik: Berlin Partner)
Derzeit gibt es rund 8.000 Solaranlagen auf den Dächern Berlins. Das Potenzial der mehr als 500.000 Berliner Dächer ist noch nicht annähernd ausgeschöpft: Konsequent mit Solarmodulen bestückt könnten rund 3,2 Millionen Megawattstunden Strom über die Dachflächen Berlins erzeugt werden, so Umweltsenatorin Katrin Lompscher: "Der neue dreidimensionale Solaratlas soll allen Berlinerinnen und Berlinern Informationen liefern können, welche Dächer potenziell für Solaranlagen geeignet sind und damit Anreize setzen, dieses Potenzial auszuschöpfen", so Lompscher. Das sei ein wichtiger Schritt für Umwelt- und Klimaschutz in der Haupstadt.
Einfach und schnell soll deshalb der Solaratlas Informationen bieten über Dachneigung, Himmelsrichtung und Verschattung oder die durchschnittliche Sonneneinstrahlung anzeigen. Auch potenzielle Kohlendioxid-Einsparungen und Kosten sollen angegeben werden. 2009 wurde mit dem Projekt begonnen, derzeit deckt der Solaratlas die Berliner Innenstadt innerhalb des S-Bahnrings ab. Bis Ende des Jahres soll die gesamte Stadt erfasst werden. 2011 soll auch die bereits vorhandene Solardachbörse zur Vermittlung von Dächern im öffentlichen Eigentum an Solarnutzer auf private Dächer ausgeweitet werden.
klimaretter.info/sam
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