Tschüss, 75-Watt-Glühbirne
Mit dem 1. September verschwinden konventionelle 75-Watt-Glühbirnen aus dem Handel. Nach einem EU-Beschluss soll die verschwenderische Glühbirne, die Energie vor allem in Wärme und nicht in Licht umsetzt, bis 2012 vollständig vom Markt genommen werden. Der erste Schritt zum Aus für die Glühbirne erfolgte bereits im letzten Jahr, als Glühbirnen mit einer Leistung über 100 Watt ausgelistet wurden. 2011 kommt im nächsten Schritt das Aus für 60-Watt-Birnen.

Ab sofort gilt auch eine neue Kennzeichnung für die wesentlich effizientere Energiesparlampe: Über die Leuchtkraft sollen künftig vor allem Lumen und nicht mehr Watt Auskunft geben. Verbraucher sollen zudem mehr Informationen zu Stromverbrauch, Lebensdauer, Quecksilbergehalt und Lichtfarbe der Leuchten auf den Verpackungen finden.
Als konsequent bezeichnete der Bundesgeschäftsführer des Naturschutzbund Deutschland (Nabu) Leif Miller den schrittweisen Glühbirnen-Ausstieg: "Angesichts von Ressourcenknappheit und Klimawandel können wir uns eine solche Energieverschwendung nicht mehr leisten". Die Energiesparlampe verbrauche gegenüber der konventionellen Glühbirne nur ein Fünftel des Stroms. Neben Energiesparlampen seien auch effiziente Halogenlampen und LED-Lampen eine sinnvolle Alternative zur Glühbirne.
Parallel zum Glühlampen-Ausstieg müsse jedoch auch die Rücknahme ausgedienter Energiesparlampen verbessert werden: Energiesparlampen enthalten geringe Mengen Quecksilber und gehören deshalb nicht in den Hausmüll, sondern in den Sondermüll. "Geschäfte, die Energiesparlampen verkaufen, sollten Altlampen deshalb auch kostenfrei wieder zurücknehmen – wie bei Batterien längst üblich", fordert Miller.
klimaretter.info/sam
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