Strom und Gas werden wieder teurer
Pünktlich zum Beginn der Heizperiode des bevorstehenden Herbstes ist es wieder soweit: Die Energieversorger erhöhen die Preis teils kräftig. Dem Vergleichsportal check24 zufolge steigen die Gaspreise im Mittel um knapp neun Prozent. Für einen 4-Personen-Haushalt bedeute dies eine Mehrbelastung von knapp 240 Euro im Jahr, falls er nich Klimaschutz betreibt und etwa in wärmedämmende Maßnahmen investiert. Allerdings gibt es acuh 37 Gaslieferanten, die Preise im Schnitt um knapp sieben Prozent senken wollen. Die Stadtwerke Baden-Baden gehen 16,5 Prozent mit ihren Preisen nach untern, Delmenhorst folgt mit 11,8 Prozent.

Die Gasanbieter erhöhen wieder einmal die Preise für Verbaucher kräftig (Foto: Gasag)
Auch die Stromanbieter werden Ihre Tarife erneut erhöhen. Sie fordern im Mittel sechs Prozent mehr vom Kunden, in der Spitze gar elf Prozent. Rückblickend haben sich die Stromkonzerne deutliche Preissteigerungen zugute kommen lassen. Einer Studie zufolge stiegen die Preise für Strom zwischen Anfang 2000 und August 2010 um 56 Prozent. Anfang 2000 mussten die Verbraucher lediglich gut 700 Euro für 5.000 Kilowattstunden Strom bezahlen. Heute muss ein Haushalt im Schnitt 1.100 Euro dafür aufbringen. Schuld daran trägt auch die Politik: Sie hat den Konzernen die Zertifikate für den Klimaschutz geschenkt, und die Konzerne so befähigt, den Stromkunden Milliarden aus den Taschen zu ziehen.
Isabel Wendorff vom Vergleichsportal hält die Ankündigungen erst für den Anfang einer Entwicklung bei den Energiepreisen. "Wir rechnen spätestens zum Jahreswechsel mit Preissteigerungen auf breiter Front.", sagt sie. Die Energielieferanten berufen sich indes auf die auch für sie gestiegenen Lieferantenpreise. Der Berliner Gasversorger GASAG etwa teilt mit, dass ausschließlich diese Mehrkosten an seine Kunden weitergegeben würden. 75 Energiekonzerne gaben zudem bekannt, dass sie Ihre Grundtarife erhöhen wollen.
Wem die neuerlichen Preissteigerungen zuviel werden, sollte über einen Wechsel seines Anbieters nachdenken. Dies ist ganz einfach und macht es möglich neben klimafreundlichem Ökostrom auch Ökogas geliefert zu bekommen.Guter Journalismus kostet
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