Weniger Geld für Haussanierungen
Ab September ist Schluss: Die staatliche Förderbank KfW kündigte am heutigen Donnerstag an, wichtige Teile ihres Förderprogramms zur energetischen Sanierung von Wohnhäusern einzustellen. Als Grund wurde die hohe Nachfrage nach den Geldern angegeben. Baugewerkschaft und -industrie kritisierten den Förderstopp scharf.
Viele Häuser in Deutschland könnten eine Wärmedämmung gebrauchen.
Konkret sollen die Bereiche "Einzelmaßnahmen" und "Sonderförderung" ab 1. September gestrichen werden. Diese Mittel konnten beispielsweise abgerufen werden, um Fenster zu erneuern, die Heizung auszutauschen oder das Dach zu sanieren. Noch vor kurzem hatte eine Studie des Instituts für ökologische Wirtschaftsförderung empfohlen, die Unterstütztung auf Maßnahmen mit besonders hohem Einsparpotential zu konzentrieren - wie die Dämmung von Dächern. Die KfW erklärte hingegen, sie wolle in Zukunft stärker auf umfassende Sanierungen, also auf die Förderung sogenannte Effizienzhäuser setzen.
Im ersten Halbjahr dieses Jahres hat die Förderbank nach eigenen Angaben 5 Milliarden Euro für Sanierungen und energieeffiziente Neubauten ausgegeben. Das seien 1,3 Milliarden Euro mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Kritik von Gewerkschaft und Bauindustrie
Dass wichtige Programme trotz dieser Erfolgsbilanz eingestellt werden sollen, ist bei der Branchengewerkschaft IG BAU auf heftige Kritik gestoßen. Der Vorsitzende Klaus Wiesehügel erklärte: "Hier wird eines der wichtigsten Förderprogramme beschnitten, weil es zu erfolgreich ist. Das wird die Bundesregierung keinem Hausbesitzer, keinem Handwerker und keinem Umweltschützer in Deutschland erklären können." Die Regierung habe es versäumt, für das laufende Jahr genug Bundesmittel bereitzustellen.
Auch die Bundesvereinigung Bauwirtschaft zeigte Unverständnis über die plötzliche Mittelkürzung. "Es widerspricht jedweder Logik, ein derart erfolgreiches Programm nach acht Monaten einzustellen", sagte Geschäftsführer Karl Robl. Damit fahre die Bundesregierung den Klimaschutz gegen die Wand. In der Einsparung von Energie für Heizung und Warmwasser liege das "größte Potential, den CO2-Ausstoß zu reduzieren".
klimaretter.info/fw
Die Schlagzeilen um 01 Uhr
In dieser Woche am meisten gelesen
Meinungen: Etscheits Alltagsstress
Danke, lieber Fritz Vahrenholt! Energiekonzerne können bohren, fracken und teersanden so viel sie wollen, ohne dass ihnen linksradikale Umweltschützer noch in die ölige Suppe spucken können. Alles wird gut. Vielen Dank, liebe Sonne! Vielen Dank, Fritz Vahrenholt! [mehr...]
Meinungen: Kommentar
Keine Blackout-Angst Der Winter ist kalt und das Stromnetz bleibt stabil - die Energiewende führt nicht zum befürchteten Blackout.Ein Kommentar von Joachim Wille [mehr...]
Jahresrückblick
2011: Das Jahr der Rekorde
Die Welt wird mit Stärke 9 erschüttert, Bundeskanzlerin Angela Merkel ändert binnen 7 Monaten ihre Politik komplett, die Hamburger Mucken auf. Neuer Schmelzrekord in der Aktis, neuer Emissionsrekord in der Atmosphäre und so viel Flugpassagiere wie noch nie - der Jahresrückblick 2011. [mehr]
Aktion des Monats In den USA formieren sich Lobbyisten nachdem US-Behörden dem Gitarrenbauer Gibson die Einfuhr von illegalen Tropenhölzern nachweisen konnten. Vorn dabei: Die rechtskonservative Tea Party. Gemeinsam wollen diese das Lacey-Gesetz, dass den Import der Tropenhölzer für illegal erklärt, kippen. [mehr] | Durban 2011 Was war die 17. UN-Klimakonferenz - eine weitere Pleite der Diplomatie oder der Startschuss für das bitter nötige globale Klimaabkommen? Alle Berichte unserer Korrespondentinnen und Korrespondenten aus Südafrika können Sie im Durban-Dossier nachlesen. [mehr] |
Neue Klimaretter-Serie
Die Gesetze der Energiewende
Diesmal soll sie gelingen, die Energiewende. Die schwarz-gelbe Regierung hat dafür umfangreiche Gesetze verabschiedet - oft mit Stimmen der Opposition. In einer Serie analysiert klimaretter.info, was drin steht in den Gesetzen. Und was von ihnen zu halten ist.
Lexikon Was eigentlich ist TREC und was die COP? Wie berechnet sich der Heizwert und wie die Wärmestrahlung? Wie funktioniert Contracting, wie ein Smart Grid? Antworten auf diese und viele andere Fragen finden Sie in unserem Lexikon zum Stöbern - und Nachfragen [mehr] | In eigener Sache Sie lesen uns gerne und regelmäßig? Sie finden unser Angebot interessant, hilfreich und erhellend? Dann unterstützen Sie uns, denn unabhängiger Journalismus kostet Geld. Abonnieren Sie uns, für 3, 5 Euro oder 50 im Monat, für 100 Euro im Jahr - oder "Flattrn" Sie uns [mehr...] |
Bild & Vahrenholt: Die Lüge von der CO2-Lüge
Der Chef des Springer-Verlags, Matthias Döpfner, hat vor Jahren mal über sein Boulevardblatt Bild gesagt: „Wer mit ihr im Aufzug nach oben fährt, der fährt auch mit ihr im Aufzug nach unten.“ Das betrifft offenbar nicht nur Promis, sondern auch[…] [mehr...]Mehr vom Lügendetektor
Klimaretter-Dossiers
Die Gesetze der Energiewende - Eine Analyse
Atomkraft weltweit - Die Welt nach Fukushima
Der GAU von Tschernobyl - 25 Jahre später
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E10 und das Politikversagen - Wie es jetzt weiter geht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erderwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategie - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Ausgekohlt - Wie Kohlekraftwerke kippten
Nordrhein-Westfalen 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima nur Nebensache
Merkels Klimabilanz - Bilanz der Meseberg-Beschlüsse
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung
Beichtstuhl - Wen das Gewissen plagt
Kopenhagen ABC - Deshalb gibt es COPs und MOPs
Klimakonferenz-Specials
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - Hoffnungszeichen in Mexiko
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Noch mehr Stillbeschäftigung
Bonn April 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Dezember 2009 - Kopenhagen Countdown
Kopenhagen Dezember 2009 - COP15
Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznan Dezember 2008 - Der 14. Klimagipfel COP14
Bali Dezember 2007 - Der 13. Klimagipfel COP13



Höhere Zielvorgaben, gezielte Förderung besonders energiesparender Maßnahmen und neue Finanzierungsinstrumente für die Eigenheimsanierung werden in einer Studie vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung empfohlen
Vor der Wahl in Berlin: Umweltsenatorin Katrin Lompscher (Die Linke) blickt im Klimaretter.info-Interview auf ein gescheitertes Klimagesetz zurück. Und erklärt, wie sie es in der kommenden Regierung besser machen würde - falls die Wähler sie denn wollen.
Studie: Offshore-Branche werde 2021 mindestens 33.000 Menschen beschäftigen
BMU und KfW legen einen globalen Klimaschutz-Fonds auf. Er soll 500 Millionen Euro privates Geld mobilisieren. Höhere Summe scheiterte am Einspruch des Finanzministers
Ausschreibung im Bundestaat Rajasthan endet. Indien hinkt aber internationaler Entwicklung hinterher
Solarforscher und Branchenvertreter legen einen Bericht vor, in dem sie große Potentiale für den Ausbau der Wärmegewinnung aus der Sonne sehen. Allerdings müsse die Forschung dafür deutlich intensiviert werden.
Deutschland hat sich durchgesetzt: Der Kommissionsvorschlag, aus der Subventionierung von Steinkohle bereits 2014 auszusteigen, ist vom Tisch



