Umweltschützer warnen vor Stromfressern
Raumklimageräte sind ineffizient und verbrauchen mitunter enorm viel Strom, warnen Umweltverbände. Bis zu 200 Euro zusätzliche Stromkosten könnten etwa sogenannte Kompakt-Klimageräte jährlich verursachen, ohne dabei besonders leistungsfähig zu sein. Denn ein Schlauch führt zwar warme Luft durch das geöffnetes Fenster nach Außen, aber dadurch strömt warme Außenluft auch wieder hinein.

Ein herkömmlicher Ventilator: Meist ausreichend und vor allem geringer im Stromverbrauch. So wird die Klimaanlage nicht zum Klimakiller. (Grafik: Martin Sieber)
"In einem heißen Sommer verbraucht ein Klimagerät mehr Strom als ein Kühlschrank im ganzen Jahr", Christian Noll Experte für Energieeffizienz vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Mobile Klimageräte sollten wie andere ineffiziente Elektrogeräte nicht mehr in den Handel gelangen." Manche Geräte verbrauchen demnach fast 900 Kilowattstunden Strom in einer einzigen Hitzesaison, so die Klimaschützer.
In einer Empfehlung der Umweltverbände heißt es, dass in den meisten Fällen einfache Ventilatoren ausreichend und sparsamer seien, weil sie weniger Strom verbrauchten. Wenn eine Klimaanlage zwingend erforderlich sei, sollte darauf geachtet werden, dass sie das vorgeschriebene rot-gelb-grüne Effizienzlabel hat und von einem Fachbetrieb installiert wird, raten die Umweltschützer. Sogenannte Split-Geräte sind dabei die erste Wahl, wenn es denn schon eine stromfressende Klimaanlage sein soll. Sie sind zweiteilig aufgebaut, wobei ein Teil des Geräts innerhalb und ein anderer Teil außerhalb des Raumes angebracht sind.
Besser sei es jedoch in heißen Monaten auf bewährte Methoden zurückzugreifen, empfiehlt die Kampagne „energieeffizienz – jetzt!“: Etwa Schatten Spenden durch Rollos, nächtliches Lüften sowie tagsüber die Fenster geschlossen halten und so die Hitze draussen lassen.
klimaretter.info/sima
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