Kürzungen gefährden Energiewende
Die von der Regierung angekündigte Halbierung der Förderprogramme für die energetische Gebäudesanierung bedeutet einen herben Rückschlag für die Energieeffizienzwende in Deutschland. Städte und Gemeinden werden große Schwierigkeiten damit haben, die "Ära der Energieeffizienz einzuläuten", sagt Michael Geißler, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) .

Bald weniger energieeffiziente Sanierungen in Gebäuden. (Screenshot vom virtuellen Gebäudesanierer des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung)
Mit Hilfe der KfW-Förderung wurden in 1,5 Millionen Wohnungen und 700 kommunalen Einrichtungen Gebäudesanierungen durchgeführt, die die Energieeffizienz in Kommunen und privaten Haushalten gesteigert hat. So habe man durch Sanierungen jährlich bis zu vier Tonnen CO2 einsparen können. Nach Angaben der eaD wurden darüber hinaus knapp 300.000 Arbeitsplätze geschaffen oder gesichert. Die Kürzungen würden dazu führen, dass die Sanierungsrate sinkt und die Klimaschutzziele nicht erreichbar wären.
Bundesbauminister Peter Ramsauer will die Mittel für das kommende Jahr von 900 Millionen auf 450 Millionen Euro zurückschrauben, nachdem die Mittel für das Erfolgsprogramm bereits 2010 gegenüber dem Vorjahr gekürzt wurden. Den Rotstift hat Schwarz-Gelb auch beim Marktanreizprogramm angesetzt: Der Haushaltsausschuss des Bundestages hatte einen Teil der Mittel zum Einbau von Solarkollektoren, Biomasseheizungen, Wärmepumpen und Minianlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung mit einer Sperre versehen.
© wir-klimaretter.de/sima
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