Die Glühbirne ist Geschichte
Es bleibt dabei: Die Tage der konventionellen Glühbirne sind in Europa gezählt. Ein Antrag auf Rücknahme des Verbots fand am Dienstag im Umweltausschuss des EU-Parlaments keine Mehrheit.
Im Dezember hatten die EU-Kommission und die 27 EU-Staaten die Abschaffung der herkömmlichen Glühlampe beschlossen. Als Beitrag zum Klimaschutz soll die verschwenderische Glühbirne schrittweise durch effizientere Leuchten ersetzt werden. Gegen das Verbot hatten sich liberale und konservative Europaabgeordnete mit der Begründung der "Ökodiktatur" gestemmt. Mit der Ablehnung eines Antrags, das Glühbirnenverbot im Plenum des EU-Parlaments zur Abstimmung zu stellen, kann der Beschluss nun in Kraft gesetzt werden.
Ab September werden zunächst 100-Watt Birnen vom Markt genommen. Im Abstand jeweils einen Jahres folgen dann Lampen ab 75 Watt und ab 60 Watt. Ab September 2012 soll die Glühbirne in Europa Geschichte sein. Nach Angaben der EU-Kommission lassen sich durch das Aus für die stromfressende Glühlampe jährlich 15 Millionen Tonnen Kohlendioxid einsparen.
Denn die konventionelle Glühbirne ist mehr Heizung als Leuchte: Einen Großteil der Energie verpufft als Wärme, nur etwa fünf Prozent des eingesetzen Stroms werden in Licht umgesetzt. An die Stelle des einheizenden Glühdrahts sollen Energiesparlampen oder LED-Leuchten treten. Bis 2020 will die EU damit rund 39 Terawattstunden Strom einsparen.
Energiesparlampen enthalten allerdings Quecksilber und gehören deshalb nicht in den Hausmüll, sondern müssen seit März 2006 bei Wertstoffhöfen abgegeben werden. Die bessere Alternative sind die effizienten Leuchten trotzdem: Nach Berechnungen des Öko-Instituts sparen hochwertige Energiesparlampen mit langer Brenndauer gegenüber herkömmlichen Glühbirnen (die zwar kein Quecksilber enthalten, aber durch ihren hohen Energiebedarf Quecksilberemissionen verursachen) mehr Quecksilber, als sie selbst enthalten.
klimaretter.info/sam
Grafik: Megaman EnergiesparlampenGuter Journalismus kostet
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