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Bürger offen für Mieterstrom

Bislang bezieht nur ein geringer Anteil der Mieter in Deutschland ihren Strom als sogenannten Mieterstrom aus Erneuerbare-Energien-Anlagen oder Blockheizkraftwerken direkt im eigenen Wohnhaus. Jedoch könnten sich zwei Drittel aller Mieter vorstellen, dies künftig zu tun. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov hervor. Lediglich vier Prozent der befragten Mieter beziehen demnach bereits Mieterstrom. Befragt haben die Meinungsforscher insgesamt 1.371 Mieter im Auftrag des Ökostromanbieters Lichtblick.

BildLichtblick bietet bereits Mieterstrom an – zum Beispiel in diesem Wohnhaus in Berlin-Hellersdorf. (Foto: Stadt und Land Wohnbauten GmbH)

Nur zwölf Prozent der befragten Mieter gaben an, dass in ihrem Haus Strom erzeugt wird, beispielsweise mit einer Solaranlage oder einem Blockheizkraftwerk. Potenzial für Mieterstrom gibt es laut einer Studie des Bundeswirtschaftsministeriums für rund 370.000 Gebäude in Deutschland, in denen sich rund 3,8 Millionen Wohnungen befinden. "Um dieses Potenzial voll auszuschöpfen, müssen in den kommenden Jahren rund 370.000 Solaranlagen installiert werden", sagte Gero Lücking, Geschäftsführer für Energiewirtschaft bei Lichtblick. "Das sind lohnende Investitionen und ein wichtiger Impuls für die Energiewende." Auf lange Sicht entlaste Mieterstrom das EEG-Konto.

Das von der Bundesregierung geplante Mieterstromgesetz soll noch vor der Sommerpause vom Bundestag verabschiedet werden. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass Mieterstromprojekte eine – reduzierte – EEG-Vergütung bekommen. Zusammen mit dem Wegfall von Stromsteuer und Netzentgelten sollen Mieterstromprojekte so rentabel sein. Verbände und Ökostromanbieter begrüßen das Gesetz als Schritt in die richtige Richtung.

Redaktioneller Hinweis: Lichtblick-Geschäftsführer Gero Lücking ist Mitherausgeber von klimaretter.info

klimaretter.info/red

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