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Zementindustrie verursacht sechs Prozent

17 Millionen Tonnen pro Jahr – das ist die Treibhausgasfracht, mit der die Zementindustrie in Deutschland jährlich die Erde aufheizt. Weltweit trägt die Branche mit sechs Prozent zum menschengemachten Klimawandel bei: Das Institut für Feuerungs- und Kraftwerkstechnik (IFK) der Universität Stuttgart startete jetzt das Projekt "CEMCAP", mit dem Abscheide- und Speichertechnologien erprobt werden sollen, die den Treibhausgas-Ausstoß der Zementindustrie eindämmen. Denn bei der Zementproduktion lässt sich die Entstehung von Kohlendioxid nach übereinstimmender Expertenmeinung nicht vermeiden. 

BildSehr viel Zement auf einem Haufen: Downtown Manhattan. Auf die Idee, dass man auch ohne Zement bauen kann, kommt die Zementindustrie naturgemäß nicht. (Foto: Reimer)

Nur etwa ein Drittel der Treibhausgas-Emissionen durch die Zementherstellung entfällt auf die Energiebereitstellung aus meist fossilen Brennstoffen, etwa um ausreichend hohe Temperaturen für die Zementklinker-Produktion zu gewährleisten. Der weitaus größere Teil, nämlich zwei Drittel der Emissionen, sind darauf zurückzuführen, dass beim Brennen des kalksteinhaltigen Zementrohmehls – dem sogenannten Kalzinieren – das im Ausgangsmaterial mineralisch gebundene Kohlendioxid freigesetzt wird. Die einzige Möglichkeit, dies von der Atmosphäre fernzuhalten, ist den Experten zufolge ein Verfahren wie die Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid – englisch CCS.

Neben der Universität Stuttgart sind an dem Forschungsprojekt 15 Partner aus sieben europäischen Ländern beteiligt. Finanziert wird das Vorhaben von der EU.

Lesen Sie dazu den Klima-Lügendetektor: Betonwirtschaft: Die falsche Antwort auf die Frage

klimaretter.info/reni

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