Der "Energiebutler" hat sich bewährt

Die Zukunft gehört intelligenten Netzen und einer Nachfrage, die sich an das Angebot anpasst. Wie das funktionieren könnte, wurde in Mannheim im Projekt "Modellstadt Mannheim", kurz "moma", untersucht – mit einem intelligenten Energiemanagementsystem, dem "Energiebutler". Nach vier Jahren Laufzeit legte das vom den Bundesministerien für Wirtschaft und Umwelt geförderte Projekt jetzt in einer Abschlussveranstaltung Ergebnisse vor. Die Ergebnisse des Projektes seien "beeindruckend", und es liege nun an den Marktakteuren, diese Aussagen für sich zu nutzen, sagte Werner Dub, Vorstandsmitglied der MVV Energie AG.


Um Energie zu sparen, braucht man nicht zwingend auf alte Mittel und Muskelkraft zurückzugreifen. Der Energiebutler kann helfen. (Foto: Wikimedia Commons)

An den drei Feldtests haben rund 1.000 Mannheimer Haushalte teilgenommen. Die Haushalte hatten die Möglichkeit, auf wechselnde Strompreise mit wechselndem Stromverbrauch zu reagieren. Das heißt, der Verbrauch wurde in Zeiten mit viel regenerativem Strom und damit günstigen Preisen verlagert. Damit würde ein Beitrag zur Integration von erneuerbaren Energien sowie der Netzstabilität geleistet und gleichzeitig die Energiekosten reduziert. Über den Energiebutler konnten insbesondere Wasch-und Geschirrspülmaschinen automatisch angeschaltet werden, wenn viel Wind- und Sonnenstrom zur Verfügung stand und die Preise somit günstig waren.

Moma-Projektleiter Robert Thomann sagte, dass "die allermeisten Teilnehmer solch ein System gerne auch in Zukunft nutzen würden". Auch würden sich über 90 Prozent variable Strompreise wünschen, um durch ihr Verhalten Geld sparen zu können. Zudem seien viele bereit, für eine derartige Steuerung Geld zu bezahlen. Mehrere moma-Studien befassen sich auch mit Datenschutzproblemen, bleiben aber in ihren Schlussfolgerungen eher allgemein. 

klimaretter.info/vana

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