EU-Gelder für Gebäudeeffizienz verpuffen
Die Europäische Union hat in den letzten zwölf Jahren mehrere Milliarden Euro für Energieeffizienzmaßnahmen in den EU-Staaten umsonst ausgegeben. Zu dieser Einschätzung kommt der Europäische Rechnungshof bei einer Überprüfung von Fördermaßnahmen für Gebäudeeffizienz im Rahmen der sogenannten Kohäsionspolitik.

Die energetische Sanierung in Europas Städten ist ein Schlüssel für den Klimaschutz, kommt aber nicht voran – auch, weil die EU ihre Fördergelder zum Fenster hinauswirft. (Foto: EU)
Wie das EU-Umweltbüro in Wien in dieser Woche berichtet, ist der Rechnungshof der Ansicht, dass die Mitgliedsstaaten vielfach ungeeignete Projekte zur Förderung ausgewählt haben. "Die Ziele der Projekte bestanden darin, Energie einzusparen und den Komfort zu verbessern. Die Projekte wurden für eine Finanzierung jedoch nicht nach den durch Energieeinsparungen erzielbaren finanziellen Vorteilen ausgewählt", so die Prüfer. "Vielmehr wurden Gebäude üblicherweise als für eine Förderung 'bereit' betrachtet, wenn Sanierungsbedarf bestand und die die Gebäude betreffende Dokumentation die Anforderungen erfüllte."
Zu keinem einzigen der überprüften Projekte habe eine Bedarfsbewertung oder auch nur eine Analyse des Einsparpotenzials vorgelegen, kritisiert der Rechnungshof in seinem Sonderbericht. Die vorgesehene Amortisationsdauer der Mittel habe im Durchschnitt bei 50 Jahren und in Einzelfällen sogar bei 150 Jahren gelegen. Das Urteil der Experten ist vernichtend: "Unter dem Gesichtspunkt der Energieeffizienz können die Mittel somit weitgehend als verloren betrachtet werden."
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Die EU könnte bis 2050 zwei Drittel ihres Energieverbrauchs einsparen – allein durch Effizienzmaßnahmen
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