Regierung scheitert bei Gebäudesanierung

Mehr als ein Jahr lang wurde über sie diskutiert, nun ist sie schließlich doch gescheitert: die geplante steuerliche Förderung für die energetische Gebäudesanierung. Die Bundesregierung gibt das Vorhaben angesichts des anhaltenden Widerstandes aus den Ländern auf, wie die Financial Times Deutschland heute unter Berufung auf Regierungskreise meldet. Stattdessen, so das Blatt, wolle die Regierung Hausbesitzern einen Zuschuss zu den Sanierungsmaßnahmen zahlen. Ab 2014 sollen dafür acht Jahre lang Mittel in Höhe von jährlich 300 Millionen Euro bereitgestellt werden. Das Geld soll aus dem Energie- und Klimafonds kommen.


Die energetische Sanierung von Gebäuden kostet. Durch mehr Förderung ließe sich die Sanierungsrate erhöhen. (Foto: Lienhard Schulz/Wikimedia Commons)

Ursprünglich wollte die Bundesregierung Hausbesitzern Steuererleichterungen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro gewähren. Ausgaben für die energetische Sanierung ihrer Gebäude sollten die Besitzer über zehn Jahre von der Steuer absetzen können. Weil die Länder jedoch Steuerausfälle in Höhe von 900 Millionen Euro befürchteten, sperrten sie sich. Auch einen Kompromissvorschlag der Regierung, die Steuererleichtungen auf eine Milliarde zu senken, lehnten die Länder nach mehreren Verhandlungsrunden im Vermittlungsausschuss ab.

Nun scheint das Vorhaben endgültig vom Tisch. Mit dem Gesetz wollte die Bundesregierung die Sanierungsrate bei Gebäuden von jährlich einem Prozent des Bestandes auf zwei Prozent verdoppeln. Der Gebäudesektor ist einer der größten CO2-Emittenten im Land.

klimaretter.info/em

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