Echter Ökostrom vielerorts günstiger

Apropos EEG-Umlage: Verbraucherinnen und Verbraucher können ihre Stromkosten senken, indem sie zu einem konzernunabhängigen Ökostromanbieter wechseln. Das Aktionsbündnis "Atomausstieg selber machen" hat verglichen, was ein Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 4.000 Kilowattstunden für unabhängigen Ökostrom in den 100 größten deutschen Städten tatsächlich zahlen muss. Ergebnis: In 77 von 100 Städten gibt es mindestens einen Anbieter von echtem Ökostrom, der günstiger ist als der örtliche Grundanbieter.


Geld gespart: Mit richtigem Ökostrom betriebene Fernseher laufen billiger. (Foto: Christina Bode)

Auffällig an der Untersuchung ist, dass Ökostrom besonders in den Städten weniger kostet, wo einer der vier Energiekonzerne Eon, RWE, Vattenfall und EnBW die Grundversorgung stellt – etwa bei EnBW in Stuttgart oder RWE in Essen. Darüber hinaus hat das Bündnis recherchiert, dass Preiserhöhungen bei Ökostrom über die letzten zwei Jahre geringer ausfielen als bei den Grundversorgern. Die Erhöhungen bewegen sich zwischen fünf und neun Prozent bei den unabhängigen Ökostromanbietern, während Haushalte an die örtlichen Grundanbieter heute durchschnittlich 12 bis 24 Prozent mehr zahlen müssen als noch 2010. "Diese Tendenzen lassen vermuten, dass Ökostromkunden auch in Zukunft geringere Stromerhöhungen zu erwarten haben als die Haushalte, die ihren Stromversorger noch nicht gewechselt haben", sagte Melanie Ball von Bündnis "Atomausstieg selber machen".

Am Montag wird die Höhe der neuen EEG-Umlage bekannt gegeben. Es wird erwartet, dass die Umlage um 50 Prozent steigen wird. Als unabhängige Ökostromanbieter gelten vier bundesweite Anbieter:  EWS Schönau, Greenpeace Energy, Lichtblick und Naturstrom. Zu den Wechselformularen geht es HIER.

klimaretter.info/red

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