Schlechte Energiebilanz bei Altbauten
Die Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea) hat erhebliche Mängel in der Energiebilanz von Altbauten festgestellt. Demnach ist eine unzureichende Gebäudedämmung bei etwa 90 Prozent der Bauten, die vor 1979 entstanden sind, für die schlechten Bilanzen verantwortlich. Aber auch technisch rückständige Heizungsanlagen tragen wesentlich dazu bei. 13 Millionen der 18 Millionen Heizungsanlagen sind technisch überholt, so verlautbarte die Geea unmittelbar vor dem Vermittlungsausschuss zwischen Bundestag und Bundesrat am Mittwoch, der die Frage nach der Förderung von Gebäudesanierungen klären soll.

Gebäudesanierung und Installation von Dämmmaterial. (Foto: Armin Kübelbeck, Wikipedia)
Von 18 Millionen Gebäuden in Deutschland seien mehr als zwei Drittel vor den 80er-Jahren gebaut und erfüllen daher nicht die Anforderungen an die erste Wärmeschutzverordnung, die erst danach in Kraft trat. Weitere zwei Drittel der verbrauchten Energie für Raumwärme und Warmwasser seien der Geea zufolge darauf zurückzuführen, dass die Gebäude weitgehend unsaniert sind.
Martin Gornig am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erklärt: "Die Politiker im Vermittlungsausschuss müssen diesen Mittwoch ein klares Signal setzen und sich darauf einigen, wie sie Investitionen in die energetische Sanierung von Wohngebäuden steuerlich begünstigen werden. Nur wenn die Politik sich jetzt zügig auf die konkreten Förderbedingungen für die nächsten Jahre einigt, werden die Investoren in der Bauwirtschaft ihre Zurückhaltung aufgeben."
Zum morgigen Vermittlungsauschuss erklärt Stephan Kohler, Sprecher der Deutschen Energieagentur (dena): "Wer für die steuerliche Absetzbarkeit energetischer Sanierungen stimmt, entscheidet sich langfristig für mehr Einnahmen in den Länderkassen. Neben sozialen Gesichtspunkten sprechen auch wirtschaftliche Gründe für die Steuerförderung, denn von einer Sanierungswelle profitieren hauptsächlich der Mittelstand und das Handwerk."
klimaretter.info/tony
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