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Massiver Stellenabbau bei Eon

Der größte deutsche Energiekonzern Eon will drastisch Stellen abbauen. Von den 80.000 Mitarbeitern des Konzerns sollen bis zu 11.000 gehen. Allein in Deutschland sind nach Angaben der Süddeutschen Zeitung 6.000 Arbeitsplätze betroffen. Am schwersten trifft es den Standort München. Hier sollen 1500 Stellen abgebaut werden, das Tochterunternehmen Eon Energie mit 400 Mitarbeitern sogar komplett aufgelöst. Nach Medienberichten ist am Standort Hannover der Abbau von 500 bis 1.000 Stellen im Gespräch. In Düsseldorf sollen es 900 bis 1.300 Arbeitsplätze sein. "Bis heute gibt es mit den Betriebsräten noch keine Verhandlungen über die Instrumente des Personalabbaus“, erklärte Sven Bergelin, Leiter der Verdi-Bundesfachgruppe Energie und Bergbau. „Wir setzen jetzt auf die Tarifverhandlungen, die in der kommenden Woche starten.“


Die Eon-Ruhrgas-Zentrale ind Essen. Von hier will das Unternehmen künftig den Konzern verwalten. (Foto: Wiki05, Wikimedia Commons)

Das Deutschlandgeschäft will der Konzern zukünftig von Essen aus führen. Bisher war dies von München aus geschehen. Zur Verlagerung des Deutschlandsgeschäfts nach Essen erklärte Eon-Vorstand Bernhard Reutersberg gegenüber der Sueddeutschen Zeitung: "Wir haben ein hohes Interesse, dass möglichst viele qualifizierte Beschäftigte nach Essen wechseln. Wir fühlen uns für die Mitarbeiter verantwortlich." Man wolle diejenigen, für die ein solcher Umzug nicht infrage kommt, beim "Ausscheiden aus dem Unternehmen begleiten". "Wir verlangen sozialverträgliche Regelungen", erklärte der stellvertretende Betriebsratschef bei Eon Energie, Martin Cegla. 

Bereits im August hatte der Energiekonzern Einschnitte und Stellenabbau als Reaktion auf die Beschlüsse der Bundesregierung zum Atomausstieg bekannt gegeben. Die nun bekannt gewordenen Zahlen übertreffen jedoch alle Befürchtungen. Neben einem viel zu späten Einstieg in das Erneuerbare-Energien-Geschäft sind die drastischen Gewinneinbußen des Konzern aber auch auf hohe Verluste im Gasgeschäft zurückzuführen.

Die Atmosphäre unter den Angestellten sei "unverändert mies" sagte Verdi-Vertreter Sven Bergelin.

klimaretter.info/tony

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