Shells blutige Ölgeschäfte
Shells Ölförderung in Nigeria steht erneut in der Kritik: Ein Bericht der Organisation PLATFORM London wirft dem Konzern schwere Menschenrechtsverletzungen zwischen 2000 und 2010 vor. Wie der Guardian berichtet, habe Shell mehrfach durch Geldzahlungen an Paramilitärs Gewalttaten im Niger-Delta mitverschuldet.

Proteste gegen Menschenrechtsverletzungen im Niger-Delta - schon in den 90ern ein Thema. (Foto: wiwavshell.org)
Shell habe rivalisierende Gangs finanziert, wenn es dem Interesse des Ölkonzerns diente, und damit bewaffnete Konflikte in der Region angefeuert. Beispielhaft wird ein Konflikt in der Gemeinde Rumuekpe angeführt, der zu 60 Todesfällen führte. Shell habe hierbei im Zeitraum von 2004 bis 2010 beiden Seiten Geld zukommen lassen, je nachdem wer gerade die Kontrolle über die Ölinfrastruktur hatte.
Erst kürzlich machte ein UN-Bericht auf die ökologischen Schäden von Shells Engagement im Niger-Delta aufmerksam. Menschenrechtsverletzungen wurden dem Konzern dort schon in den 90er Jahren vorgeworfen. Der Umweltaktivist und Schriftsteller Ken-Saro Wiwa wurde 1995 hingerichtet. Viele machten damals Shell für die Exekution verantwortlich.
klimaretter.info/hb
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