Alt-Reaktoren bleiben vom Netz
Die acht Atomkraftwerke, die während des Atom-Moratoriums der Bundesregierung abgeschaltet werden mussten, bleiben vom Netz. Das teilten die Betreiber EnBW, Eon, RWE und Vattenfall mit. Zuletzt bekannte sich am Freitag EnBW dazu, seine Atomkraftwerke Neckarwestheim I und Philippsburg I nicht wieder in Betrieb nehmen zu wollen.

Das Atomkraftwerk Philippsburg I darf nach der erneuten Novelle des Atomgesetzes wegen Altersschwäche nicht wieder ans Netz. (Foto: Lothar Neumann / Wikipedia)
Nach der Atom-Katastrophe von Fukushima am 11. März hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ein Atom-Moratorium von drei Monaten angekündigt. In der Zeit sollten alle deutschen Atomkraftwerke mit Hilfe einer Reaktorsicherheitskommission überprüft werden. Die sieben ältesten AKW sowie der Pannen-Reaktor Krümmel sollten während der drei Monate vom Netz gehen. Eine Ethik-Kommission bemühte sich um Fragen um die gesellschaftliche Verantwortung von Atomkraft. Am Montag endete das Moratorium mit einem Atomausstiegsplan: Die acht AKW sollen dauerhaft vom Netz bleiben, die übrigen neun Atomkraftwerke schrittweise bis 2022 abgeschaltet werden.
Die Betreiber wollen ihre alten Atomkraftwerke nun nicht wieder ans Netz anschließen, bis der Atomausstieg in Gesetzesform gegossen ist. Sie haben allerdings bereits mit Klagen gedroht: Gegen das erzwungene Abfahren der Alt-AKW, gegen die Brennelementesteuer und gegen die Revision der Laufzeitverlängerungen.
klimaretter.info/jot
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