EnBW erstattet Anzeige wegen Erpressung
Beim Bau des Atomkraftwerks Neckarwestheim 2 des Energieunternehmens EnBW aus Baden-Württemberg soll gepfuscht worden sein. Das behauptet ein ehemaliger Mitarbeiter einer Fremdfirma, teilt EnBW mit. Er soll vom Energiekonzern Geld gefordert haben, um die Sache unter den Tisch zu kehren. EnBW schaltete die Staatsanwaltschaft ein.

Beim Bau des Atomkraftwerks Neckarwestheim 2 in Baden-Württemberg soll es Unregelmäßigkeiten gegeben haben. (Foto: Felix König / Wikipedia)
Der Mann soll gegenüber Mitarbeitern von EnBW in einem Gespräch am 26. Mai behauptet haben, dass es während der Bauphase in den 80er Jahren Unregelmäßigkeiten bei der Montage von sogenannten Ankerplatten gegeben habe. Nach Angaben des Energiekonzerns hat der Mann mitgeteilt, ihm sei von dritter Seite Geld für die eidesstattliche Bestätigung dieser Information angeboten worden. "Wenn ihn allerdings die EnBW entsprechend einbinden würde, sei ihm die Möglichkeit genommen, sich gegenüber Dritten zu äußern", schreibt EnBW auf seiner Homepage.
Die Mitarbeiter von EnBW haben diese Aussagen als Erpressung und Nötigung angesehen. Das Unternehmen erstattete daraufhin Strafanzeige der der Staatsanwaltschaft. Auch informierte das Unternehmen das Umweltministerium Baden-Württembergs. Nach dem derzeitigen Stand der Prüfung gebe es keinerlei Belege für die Richtigkeit der Behauptungen.
klimaretter.info/jot
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