2010, das schlimmste Jahr
Nie haben Naturkatastrophen größere Schäden angerichtet als im vergangenen Jahr. Der am Dienstag veröffentlichte Schadensbericht des Schweizer Rückversicherers Swiss Re weist für 2010 insgesamt 304.000 Tote aus - die höchste Zahl seit Beginn der Statistik 1976. Auch die wirtschaftlichen Schäden kletterten auf einen Rekord - 168 Milliarden Euro, oder 218 Milliarden US-Dollar. Damit hat sich die Schadensumme im Vergleich zum Jahr 2009 verdreifacht.
Bekommen immer mehr zu tun: Hilfskräfte des Technischen Hilfswerk, hier bei einer Überschwemmung. (Foto: THW)
Die meisten Opfer forderte das Haiti-Erdbeben im Januar 2010 - mit über 220 000 Toten. Bereits auf den Plätzen zwei und drei dieser Statistik folgen aber Extremwetterereignisse: Gut 56.000 Menschen starben durch die Sommer-Hitze in Russland. Überschwemmungen in China, Indien und Pakistan kosteten 6.200 Menschen das Leben.
Doch auch in Deutschland sind hohe Schäden zu beklagen. So brachte der Wintersturm Xynthia dem Schweizer Rückversicherer eine Schadensbilanz von 2,7 Milliarden Dollar in ganz Westeuropa. In Sachsen folgten im Sommer gleich zwei Fünf-B-Wetterlagen.
Für die Flutkatastrophe in Australien musste der Schweizer Konzern über 2 Milliarden Dollar berappen, die Explosion der Öl-Bohrinsel Deepwater Horizon im Golf von Mexiko schlug für den Rückversicherer mit einer Milliarde Dollar zu Buche.
Der Rückversicherer Munich Re warnt vor einer Häufung von Wetterextremen als starkes Indiz für den Klimawandel. Allein von Januar bis September 2010 wurde weltweit 725 wetterbedingte Naturereignisse und gesamtwirtschaftliche Schäden von 65 Milliarden US-Dollar verzeichnet.


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