Nordex bricht der Umsatz weg
Der Windkraftanlagenbauer Nordex hat im vergangenen Geschäftsjahr die Auftragsflaute zu spüren bekommen. Wie das Unternehmen in Hamburg mitteilte, brach der Umsatz um rund 18 Prozent auf 972 Millionen Euro ein. Dank eines Kostensenkungsprogrammes konnte das im TecDax notierte Unternehmen seinen operativen Gewinn bei 40 Millionen Euro stabil halten. Branchenführer Vestas aus Dänemark hatte bereits im vergangenen Jahr kräftige Verluste vermeldet.
Trübes Geschäftsjahr bei Nordex: Die Finanzkrise sorgte für Zurückhaltung den kreditgebenden Banken. (Foto: Reimer)
Allerdings kann Nordex auf Besserung hoffen: Das Neugeschäft stieg den Angaben zufolge um 14 Prozent, allein der Auftragseingang im vierten Quartal 2010 lag bei 306 Millionen Euro. Einzelne US-Aufträge hatten sich in das Jahr 2011 verschoben, die US-Behörden hatten im Dezember die Investitionskostenzuschüsse für Windpark-Projekte (Cash Grant) unerwartet um ein Jahr verlängert. Entsprechend legte am Montag der Aktienkurs um über zwei Prozent zu.
In Folge der Bankenkrise hatten sich viele Kreditgeber 2009 und 2010 mit der Finanzierung von Windprojekten zurückgehalten. Vor allem in den USA brach der Windmarkt 2010 um rund die Hälfte ein. Die deutsche Windbranche blieb deshalb auch 2010 hinter eigenen Erwartungen zurück: Im vergangenen Jahr wurden nur 1.551 Megawatt Leistung neu installiert - das entspricht dem Zubau-Niveau von 1999.
US-Präsident Barack Obama hatte jüngst eine Offshore-Initiative in den Vereinigten Staaten angeschoben. In den US-Bundesstaaten Delaware, Maryland, New Jersey und Virginia sollen Genehmigungsverfahrungen für Offshore-Projekte beschleunigt werden. Zudem werden rund 50 Millionen US-Dollar in der Nationalen Offshore-Strategie innerhalb der nächsten fünf Jahre für die Förderung von Windenergieforschung und -entwickung bereit gestellt. Bis 2020 sollen zehn Gigawatt und bis 2030 rund 54 Gigawatt Offshore-Leistung installiert sein.
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