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"Seltene Erden" für die Energiewende

"Wir können uns einen Ressourcenverbrauch im bisherigen Umfang nicht mehr leisten", hatte vor Wochenfrist José Manuel Barroso gesagt. Mit diesen großen Worten hatte der EU-Kommissions-Präsident in der vergangenen Woche eine neue Rohstoffstrategie der EU angekündigt. "Er belastet die Erde und macht unsere Wirtschaft stärker importabhängig", so Barrosos Einsicht. Doch dann war vergangene Woche der Termin noch verschoben worden: Am heutigen Mittwoch folgt ein zweiter Versuch. Die EU-Kommission will den anderen EU-Institutionen eine europäische Rohstoffstrategie vorlegen und gleichzeitig eine Strategie zur Eindämmung von Spekulationen mit Rohstoffen präsentieren.


17 Seltene Erden gibt es: Lanthan wird beispielsweise für die Photovoltaik benötigt. (Foto: Tomihahndorf/Wikipedia)

Der Strategie-Entwurf anerkennt "zunehmende Schwierigkeiten bei der Rohstoffsicherung": Die Preise seien wegen horrender Konkurrenz aus Schwellenländern wie China, Indien und Brasilien stark gestiegen. Es geht um Metalle wie Indium, Antimonium, Germanium, Beryllium, Platin, Niobium oder Tantalum. Und es geht um die sogenannten "Seltenen Erden": China beherrscht zu Zeit 97 Prozent des Weltmarktes, was die Abhängigkeit besonders groß macht (vor allem wenn die EU Menschenrechts- und Demokratie-Fragen thematisieren will). Ohne "Seltene Erden" aber muss eine ökologische Energiewende scheitern - die Elemente der 3. Gruppe des Periodensystems werden für Windkraftanlagen, Katalysatoren, Elektroautos oder Glasfaserkabel benötigt.

Die EU empfiehlt nun Vorratswirtschaft bei diesen Stoffen zu betreiben. Zudem sollen EU-Kredite Investitionen in Verkehrsnetze, Energieversorgung und Rohstofferkundung in Entwicklungsländern fördern. Zudem soll verhindert werden, dass Einnahmen aus der Bergbauförderung in die Kriegsfinanzierung fließen, wie es in der Strategie heißt.

klimaretter.info/reni

 

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