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Chevron gelingt Milliarden-Übernahme

Die Konzentration auf dem Energiemarkt ist um ein Kapitel reicher: Der US-Ölmulti Chevron zahlt 4,3 Milliarden US-Dollar, um den US-Schiefergasspezialisten Atlas Energy zu übernehmen. Wie Chevron am Dienstag mitteilte, werden die Atlas-Aktionäre mit insgesamt 3,2 Milliarden Dollar bar ausgezahlt. Zudem übernimmt Chevron die Schulden von Atlas in Höhe von 1,1 Milliarden Dollar.


Schiefergas-Bohrung in den USA - Exxon übernimmt Schiefergasspezialisten Atlas Energy.

"Die Übernahme bietet uns die richtigen Optionen", erklärte Chevrons Vize-Chef George L. Kirkland. Atlas Energy verfüge über große Gasreserven - vor allem im US-Bundesstaat Pennsylvania. Zudem besitzt Atlas Schürfrechte in Polen, Rumänien und Kanada.

Als "Schiefergas" bezeichnet man Erdgasmengen, die in porösen Schiefer- oder Sandsteinschichten gefangen sind. Lange Zeit galten diese auch als "unkonventionelle Gasquellen" bezeichneten Vorkommen als nicht wirtschaftlich ausbeutbar. Dank neuer Fördermethoden - das Geschäft entwickelte sich zum Hightech-Sektor der Energiebranche - erlebt das Schiefergas (shale gas) aber einen richtigen Boom. Exxon Mobil bohrt in Niedersachsen und Polen danach, neuerdings erkundet Exxon Mobile auch in Nordrhein-Westfalen. Shell fahndet in Schweden, OMV ist in der Gegend um Wien auf der Suche.

So genannte "flexible Bohrungen" sind notwendig. Sie führen zunächst senkrecht in den Boden. Wenn die gashaltigen Gesteinsschichten erreicht sind, knickt die Bohrung in mehreren tausend Metern Tiefe in die Horizontale ab. Dann wird ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien mit hohem Druck eingepumpt und so das Gestein aufgesprengt. Wegen des hohen Wasserverbrauchs und der beigemischten Chemikalien wird das Verfahren von Umweltschützern aber heftig kritisiert.

klimaretter.info/reni

 

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