Grünes BIP für China
Wirtschaftswachstum mit Rücksicht auf die Umwelt: Das chinesische nationale Statistikamt hat ein Städte-Ranking vorgelegt, das zeigt, wie gut die chinesischen Städte es schaffen, Wirtschaftswachstum und Umweltschutz unter einen Hut zu bringen. Ganz oben auf dem Index für ein "grünes Bruttoinlandsprodukt" liegt Peking, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Ganz unten wurde die Provinz Shanxi eingestuft, in der massiv Kohle abgebaut wird.
Solarkraft in China - ein Städte-Ranking bewertet die Umweltausgaben und den Pro-Kopf-CO2-Ausstoß. (Foto: Greenpeace)
Das Ranking beruht auf einer Untersuchung, die das Nationale Statistikamt gemeinsam mit zwei Universitäten durchgeführt hat. Die Wissenschaftler haben dafür den Pro-Kopf-Ausstoß von Kohlendioxid in den Städten untersucht. Ein weiterer der 55 Aspekte sind die Ausgaben für Umweltmaßnahmen im Vergleich zum Gesamthaushalt der Städte. "Bisher ist der Index nichts weiter als eine akademische Fingerübung", sagte Li Xiaoxi, Professor an der Pädagogischen Universität Peking. Er hofft aber, dass die Politik sich künftig an dem Index orientiert wird.
Am 18. Oktober verkündete das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Chinas den neuen Fünfjahresplan für die Jahre 2011 bis 2015. Darin wird Umweltschutz nicht nur als Kostenfaktor, sondern auch als Geschäft betrachtet. Der Plan setzt daher anspruchsvolle Ziele für Chinas Green-Tech-Industrie. Dazu gehören erneuerbare Energien, Elektrofahrzeuge, Energieeffizienz und der Umweltschutz.
China ist zurzeit mit etwa 7,5 Milliarden Tonnen Kohlendioxid jährlich der weltgrößte Kohlendioxid-Emittent. Im Pro-Kopf-Vergleich führen allerdings die USA. Nach Angaben der niederländischen Umweltagentur stoßen die USA 17,2 Tonnen CO2 pro Person aus, während es in China etwa 6,1 Tonnen je Person sind. Selbst die EU15-Länder liegen mit 7,9 Tonnen pro Person noch vor China.
klimaretter.info/jot
Guter Journalismus kostet
Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein
Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.
Spendenkonto
Die Schlagzeilen um 23 Uhr
In dieser Woche am meisten gelesen
Meinungen: Rezension
Die Übermacht der fossilen Industrie In Bonn wird auf der UN-Frühjahrstagung gerade wieder über das Klima verhandelt. Ein umweltverträglicher Kapitalismus ist jedoch nicht abzusehen. Aber auch die Kritiker tun sich schwer - ihnen fehlen die Alternativen. Eine Rezension von Felix Werdermann [mehr...]
Meinungen: Standpunkte
"Altmaier muss die Energiewende retten" Nun ist es amtlich: Der Bundespräsident hat Norbert Röttgen (CDU) entlassen und Peter Altmaier (CDU) seine Ernennungsurkunde zum Umweltminister überreicht. Dass Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nun einen ihrer engsten Vertrauten für das Projekt Energiewende ins Rennen schickt, ist wichtig für die Kontiunität der Energiewende und für das Kräftespiel zwischen Wirtschafts- und Umweltministerium, findet klimaretter.info-Herausgeber Gero Lücking. [mehr...]
Jahrestag
Das Fukushima-Dossier
11. März 2011: Die Welt wird mit Stärke 9 erschüttert, fast 20.000 Menschen sterben. Die Atomanlagen havarieren, ein politischer Tsunami folgt. Kanzlerin Merkel ändert binnen 7 Monaten ihre Politik komplett, die Welt diskutiert die Atomkraft. Zum Jahrestag präsentiert klimaretter.info jenes Dossier, das damals im Nachrichtendschungel Orientierung gab. [mehr]
Aktion des Monats Das Netzwerk Friends of the Earth hat eine Europäische Bürgerinitiative für den EU-weiten Atomausstieg gestartet. BUND-Hubert Weiger, einer der Initiatoren sagt, mit der Volksinitiative habe man "jetzt endlich eine greifbare Möglichkeit, den Weg in eine sichere und saubere Energiezukunft zu ebnen". Nutzen wir sie! [mehr] | Zu Ihrem Vorteil Sie lesen uns gerne und regelmäßig? Sie finden unser Angebot interessant, hilfreich und erhellend? Dann müssen Sie uns helfen! Unabhängiger Journalismus kostet Geld, und wenn RWE, Vattenfall, die CDU oder die Netzbetreiber nicht dafür zahlen, dann doch wohl Sie! Abonnieren Sie uns, für 3, 5 Euro oder 50 im Monat, für 100 Euro im Jahr - oder "Flattrn" Sie uns [mehr...] |
Klimaretter-Jobbörse
Die Pioniere der Energiewende
Ein Elektroingenieur für den Bereich Netzanschluss gesucht? Einen Sicherheitsexperten für die Windkraft? Eine Klimaberaterin für die Verbraucherzentrale in Mainz? Auf der klimaretter.info Jobbörse werden viele spannende Jobs zur Energiewende angeboten. [mehr]
Lexikon Was eigentlich ist TREC und was die COP? Wie berechnet sich der Heizwert und wie die Wärmestrahlung? Wie funktioniert Contracting, wie ein Smart Grid? Antworten auf diese und viele andere Fragen finden Sie in unserem Lexikon zum Stöbern - und Nachfragen [mehr] | Klimaretter-Beichtstuhl Na, doch wieder einmal schwach geworden? Doch wieder eine unnötige Strecke mit dem Auto gefahren? Doch wieder ins Flugzeug gestiegen? Fehler zu (be)kennen, ist der erste Schritt zur Besserung: Erzählen Sie einfach sich, was Sie bereuen. Und warum. Sie werden sehen: Das erleichtert! Nutzen Sie einfach unseren "klimaretter.info-Beichtstuhl". [mehr...] |
Deutsche Stahlwirtschaft: Pure Panikmache
DB mobil, die Kundenzeitschrift der Bahn, ist eine honorige Publikation. Erstens beträgt ihre Auflage mehr als 500.000 Stück, nur wenige Magazine bewegen sich in diesen Größenordnungen. Zweitens ist die Zeitschrift gut gemacht. Im Maiheft geht es beispielsweise um Elektromobilität, die[…] [mehr...]Mehr vom Lügendetektor
Klimaretter-Dossiers
Die Gesetze der Energiewende - Eine Analyse
Atomkraft weltweit - Die Welt nach Fukushima
Der GAU von Tschernobyl - 25 Jahre später
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E10 und das Politikversagen - Wie es jetzt weiter geht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erderwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategie - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Ausgekohlt - Wie Kohlekraftwerke kippten
Nordrhein-Westfalen 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima nur Nebensache
Merkels Klimabilanz - Bilanz der Meseberg-Beschlüsse
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung
Beichtstuhl - Wen das Gewissen plagt
Kopenhagen ABC - Deshalb gibt es COPs und MOPs
Klimakonferenz-Specials
Durban Dezember 2011 - COP17 in Südafrika
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - Hoffnungszeichen in Mexiko
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Noch mehr Stillbeschäftigung
Bonn April 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Dezember 2009 - Kopenhagen Countdown
Kopenhagen Dezember 2009 - COP15
Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznan Dezember 2008 - Der 14. Klimagipfel COP14
Bali Dezember 2007 - Der 13. Klimagipfel COP13





Der neue Fünfjahresplan gibt der chinesischen Wirtschaft ein festes Energiebudget vor. Wächst die Wirtschaft schneller als geplant, muss die die Energieeffizienz entsprechend gesteigert werden. Ziel ist eine Verbesserung der Energiesicherheit.
Mehr Stürme, Starkregen, Hitzewellen - auf der Anpassungskonferenz von Umweltbundesamt und Deutschem Wetterdienst diskutieren Experten über Extremwetterereignisse und die Auswirkungen des Klimawandels. Russland hat das in diesem Sommer ganz deutlich zu spüren bekommen - nun spielen die Weizenpreise verrückt.
Prozedurale Tricks und Auseinandersetzungen über die Medien haben bei den Klimaverhandlungen in Tianjin die ruhige Geschäftigkeit der ersten Tage abgelöst. Streitigkeiten gibt es zwischen China und den USA.
Noch 8 Tage bis Cancún: "Das programmierte Scheitern ist ein Strukturelement derzeitiger Klimadiplomatie", sagt Nick Reimer, Chefredakteur von klimaretter.info in der Debatte 'Wozu brauchen wir noch Klimakonferenzen?'
"World Energy Outlook 2010" der Internationalen Energie-Agentur: Der rapide steigende Energiebedarf Brasiliens, Chinas und anderer Schwellenländer wird die Ölpreise in den kommenden 25 Jahren explodieren lassen. Und: Der Anteil regenerativer Erzeugungsarten an der weltweiten Stromproduktion wird laut IEA bis 2035 auf gut ein Drittel wachsen.
Brasilien führt in Sachen Klimaschutz auch in diesem Jahr, Deutschland hält sich auf Platz sieben. Auf dem Klimagipfel in Cancún haben Germanwatch und CAN Europe den Klimaschutz-Index vorgestellt.
Japan musste seinen Rang als zweitgrößte Volkswirtschaft an China abtreten
US-Energieminister Steven Chu und der chinesische Vize-Premierminister Li Keqiang kündigten Zusammenarbeit in den Bereichen Energiesicherheit und erneuerbare Energien an
Die Volkrepublik hat im vergangenen Jahr fast neun Prozent mehr Kohlendioxid als im Vorjahr emittiert. In Industrieländern ging der CO2-Ausstoß durch Produktionsrückgänge dagegen zurück
USA-China-Dialog: US-Außenministerin Hillary Clinton hat das Reich der Mitte aufgefordert, den entscheidenden Weltklimagipfel in Südafrika Ende dieses Jahres nicht scheitern zu lassen. Auch die Vorleistungen der USA sind jedoch ausgesprochen dünn.
Noch 6 Tage bis Cancun: Klimadiplomatie bringt nichts, prophezeit Michael Müller, Staatssekretär a.D. und Mitherausgeber von klimaretter.info in der Debatte 'Wozu noch Klimakonferenzen?' Stattdessen müsse praktizierter Klimaschutz auch ohne internationale Einbindung Klimasünder ins Schwitzen bringen
Preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt stieg 2011 um 3,0 Prozent, nachdem es 2010 bereits um 3,7 Prozent zugelegt hatte
Noch 12 Tage bis zum Weltklimagipfel in Cancún: Warum gibt es eigentlich Klimakonferenzen? Warum war Kopenhagen so wichtig? Und warum eigentlich ist Cancùn die letzte Chance?
China hat im vergangenen Jahr zum ersten Mal mehr Energie verbraucht als die USA. Allerdings nur absolut - pro Kopf ist der Energieverbrauch in den USA noch immer fünfmal höher als in China
China fordert von den reichen Ländern bei den UN-Klimagesprächen stärkere Emissionssenkungen, der EU-Asien-Gipfel in Brüssel debattiert lieber über Finanzen als übers Klima, und der Umweltausschuss des EU-Parlaments spricht sich erneut für ein 30-Prozent-Ziel aus. 


