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Handelsblatt: Neckarwestheim vor Aus

Der Atomkonzern EnBW erwägt, das Atomkraftwerk Neckarwestheim I abzuschalten. Während EnBW-Vorstandschef Hans-Peter Villis selbst noch zurückhaltende Angaben machte, hat das Handelsblatt aus Unternehmenskreisen erfahren, dass man die Landtagswahlen in Baden-Württemberg im März abwarten wolle, das Kraftwerk dann aber wohl vom Netz gehe.

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Atomkraftwerk am Rande der Weinberge - mit diesem Idyll soll es bald vorbei sein. EnBW denkt über Abschaltung von Neckarwestheim nach. (Foto: Thomas/Wikipedia)

"Lohnt sich der Betrieb dauerhaft nicht, geht die Anlage vom Netz", sagte Hans-Peter Villis am Wochenende. Die Entscheidung sei abhängig von den Kosten für neue Sicherheitsanforderungen für Atomkraftwerke. Das Handelsblatt will erfahren haben, es dürfe schwierig werden, einen Reaktor wie Neckarwestheim I rentabel zu betreiben. Bis zur Landtagswahl zu warten, sei nichts weiter als eine Rücksichtnahme auf Ministerpräsident Mappus, der in einem Umfragetief stecke.

Die Bundesregierung hat im Zuge ihres Energiekonzepts entschieden, die Laufzeiten von Atomkraftwerken durchschnittlich um zwölf Jahre zu verlängern. Alte Kraftwerke sollen acht Jahre, jüngere 14 Jahre länger am Netz bleiben, als von der rot-grünen Bundesregierung vor zehn Jahren beschlossen.

klimaretter.info/jot

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