Industrieprojekt Desertec wird zu DII
Das Wüstenstromprojekt von RWE und Co. heißt nach einem Bericht des Handelsblatt nicht mehr Desertec. Stattdessen soll es nun unter DII GmbH bekannt werden – der Abkürzung für Desertec Industrial Initiative. Damit soll es künftig keine Verwechslungen mehr mit der Desertec Stiftung geben, hinter der die eigentlichen Initiatoren stehen.

Solarturmkraftwerk in Südspanien. (Foto: DLR)
Gegründet wurde das Projekt 2003 vom Club of Rome, dem Hamburger Klimaschutz-Fonds und dem Jordanischen Nationalen Energieforschungszentrum (NERC), auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) nahm teil. Das Ziel: Nordafrika, Europa und der Nahe Osten sollen mit einem Netz aus Windparks und solarthermischen Kraftwerken überzogen werden, um so nachhaltig Energie zu erzeugen.
Erst später gründeten Firmen wie der deutsche Rückversicherer Munich Re und Siemens die Desertec Industrial Initiative. "Die Marke Desertec gehört der Desertec Foundation", heißt es seitens der Stiftung, die seit 2008 besteht. Die nennt sich selbst eine gemeinnützige Organisation, die weltweit erneuerbare Energien aus den Wüsten nutzen will, um möglichst viele Menschen damit zu versorgen.
Wann und ob Desertec an den Start geht, ist noch nicht klar. Paul van Son, Leiter der DII, hatte Anfang Juli zwar von Plänen gesprochen, in Marokko "möglichst schnell" die ersten Kraftwerke zu installieren. Doch bisher ist noch so gut wie kein Geld investiert worden. Schon bei der Gründung der Industrieinitiative hatte man angekündigt, zunächst über einen Zeitraum von zwei Jahren Möglichkeiten und Potenzial zu prüfen. "Erst einmal war es ein Hype – und das ist es immer noch. So werden Erwartungen geschürt. Das muss man in realistische Bahnen bringen", sagte Kurt Hildebrand von der Deutschen Kreditanstalt für Wiederaufbau.
klimaretter.info/jot
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