Thüga kommt nicht in Bürgerhand
Die Stadtwerke-Holding Thüga kommt nicht in Bürgerhand: Nach monatelangen Gesprächen zwischen Stadtwerke-Zusammenschluss Kom9 und der Genossenschaft "Energie in Bürgerhand" gaben der Freiburger Versorger Badenova und die südbadische Initiative bekannt, dass es zu keiner Beteiligung an der Thüga kommen wird. Der Energiekonzern Eon hatte die Thüga 2009 im Zuge eines Kartellstreits verkaufen müssen.

Die Thüga wird seitdem von den drei großen Stadtwerken Hannover, Frankfurt und Nürnberg gemeinsam mit 62,25 Prozent und dem Zusammenschluss von 50 Stadtwerken und Badenova (Kom9) mit 37,75 Prozent gehalten. Über die Kom9 wollte auch die "Energie in Bürgerhand" den Einstieg in die Thüga erreichen. 10 Millionen Euro sind bis zum heutigen Tag auf Treuhandkonten der Initiative zusammen gekommen, weitere 20 Millionen Euro wurden zugesagt.
Die unter anderem von den Gründern der Elektrizitätswerke Schönau gegründeten Gruppe wollte die Thüga und die darin vernetzten Unternehmen zu einem "ökologisch und sozialverträglicheren Energiekonzern in Bürger- und kommunaler Hand" umbauen. Das kam bei denn KOM9-Vertretern offenbar nicht uneingeschränkt gut an: Nach Angaben der "Energie in Bürgerhand" war zwar das Geld, nicht aber die Mitsprache der Bürger erwünscht.
Badenova und Kom9 argumentieren, das Ansinnen der EIB sei "auf Wohlwollen" gestoßen. Weil der KOM9 jedoch ein Verbund rein kommunal geführter Stadtwerke ist und bleiben wolle, die EIB jedoch ein Zusammenschluss privater Geldgeber, sei ein Zugang zur Thüga für die Genossenschaft derzeit nicht möglich.
klimaretter.info/sam
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