Eon verkauft BKW-Beteiligung
Der Energieriese Eon will seine Beteiligung am Schweizer Konzern Bernische Kraftwerke BKW abgeben. Wie die Unternehmen am Donnerstag bekanntgaben, sollen von der Minderheitsbeteiligung von rund 21 Prozent rund neun Prozent von der BKW selbst erworben werden. Weitere fünf Prozent werden vom Schweizer Energieversorger Groupe E SA übernommen, für die restlichen sieben Prozent hält die BKW bis Ende September 2011 eine Kaufoption.

Klimaaktionstag 2008: Die Bürgerinitiative gegen das geplante BKW-Kohlekraftwerk im niedersächsischen Dörpen stattet der Berner Konzernzentrale einen Besuch ab. (Foto: BI Saubere Luft Dörpen)
Der unternehmerische Gestaltungsspielraum sei durch die Mehrheit des Kantons Bern (52,5 Prozent) zu gering gewesen, begründet Eon-Finanzvorstand Marcus Schenck den Ausstieg aus der Schweizer BKW. Die ersten zwei Tranchen bringen Eon rund 346 Millionen Euro ein, bei Ausübung der Kaufoption erhielte Eon weitere rund 180 Millionen Euro. Mit dem Erlös will der Konzern seine Verschuldung reduzieren und das Kreditprofil verbessern. Im vergangenen Jahr hatte sich Eon bereits von einem anderen "Randgeschäft" getrennt und etwa für 3 Milliarden Euro die Stadtwerke-Holding Thüga veräußert.
Die BKW sind zu einem Drittel am Bau des Kohlekraftwerks der GDF Suez (ehemals Electrabel) in Wilhelshaven beteiligt. In Dörpen wollte die Schweizer BKW mit der deutschen EnBW ein Kohlekraftwerk bauen. Nach massiven Protesten und Finanzierungsschwierigkeiten wurde das Projekt Dörpen jedoch im Dezember 2009 fallengelassen .
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