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Die Kanzlerin besucht die Konkurrenz

Mit ihrem traditionellen Messerundgang hat Bundeskanzlerin Angela Merkel am Montag die diesjährige Hannover-Messe eröffnet. Die Zeichen stünden überall auf Energieeffizienz, erklärte die Kanzlerin. Die ungebrochen hohe Innovationskraft deutscher und europäischer Unternehmen wertete sie als "ermutigendes Zeichen der Hoffnung in der Krise", so Merkel.

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Am Stand des dänischen Marktführers: Die Kanzlerin ignorierte bei ihrem Messerundgang am Montag die deutsche Branche. (Foto: Deutsche Messe Hannover)

Als schlechtes Zeichen wertete die deutsche Branche der Erneuerbaren Energien dagegen den Messebesuch der Kanzlerin: Angela Merkel ließ sich in Halle 27 vom dänischen Marktführer Vestas die Vorzüge seiner Windräder erklären - obwohl am Nachbarstand Gelegenheit gewesen wäre, sich mit dem deutschen Marktführer Enercon aus Aurich auszutauschen. Die Branche rätselt nun, was die Union nach der Streichliste bei der Solarumlage vielleicht mit der Windbranche vorhat.

Viele Messe-Stände etwa aus der Türkei oder asiatischen Ländern wie Korea indes sind wegen des europäischen Flugverbotes noch nicht aufgebaut. Es sei ruhiger als in anderen Jahren, erklärte ein deutscher Aussteller gegenüber wir-klimaretter.de. Auch der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi kam wegen der Flugverbote nicht nach Hannover. Italien ist in diesem Jahr Partnerland der Messe.

Auch die wir-klimaretter-Redaktion ist in diesem Jahr auf der Hannover-Messe präsent: Redakteur Toralf Staud diskutierte am Eon-Stand zur Eröffnung am Montag die aktuelle Klimapolitik mit Hildegard Müller, der Chefin der Energielobby BDEW, mit Niedersachsens Umweltminster Hans-Heinrich Sander (FDP) und Dirk Steinheider, Vorstandschef von Eon Kernkraft. Überschrift: "Energiepolitik für morgen: Wieviel Abhängigkeit können wir uns in Deutschland leisten?"

© wir-klimaretter.de/reni

 

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