Fidschi gibt Green Bonds aus

Fidschi will Green Bonds mit einem Volumen von 50 Millionen US-Dollar ausgeben. Das erklärte der Premierminister des Inselstaats, Voreqe Bainimarama, am heutigen Mittwoch. Die Mittel sollen dem Land helfen, mit den Folgen des Klimawandels fertigzuwerden und die Energieversorgung bis 2030 komplett auf erneuerbare Energien umzustellen. Fidschi liegt größtenteils nur knapp über dem Meeresspiegel und ist deshalb besonders vom Klimawandel betroffen.

Bild"Wir können beim Mobilisieren von Geldern kreativ und innovativ sein": Fidschis Regierungschef Bainimarama. (Foto: Foreign and Commonwealth Office/​Flickr)

Fidschis Pläne stellen eine Premiere dar. Zum ersten Mal gibt damit ein Entwicklungsland grüne Anleihen aus. Bislang haben dies nur Frankreich und Polen getan. Frankreich gab zu Beginn des Jahres Green Bonds über sieben Milliarden Euro aus. Polen lancierte bereits Ende 2016 grüne Papiere über 750 Millionen Euro – als erstes Land weltweit.

Fidschi, das in diesem Jahr als erster Pazifikstaat die Weltklimakonferenz leitet, will mit seiner Entscheidung andere Länder ermutigen, ebenfalls Green Bonds auszugeben, um in Projekte zum Klima- und Umweltschutz in investieren. Die Ausgabe soll zum 1. November erfolgen.

Derzeit findet in Fidschi ein zweitägiges Vorbereitungstreffen zum Klimagipfel statt, die sogenannte Pre-COP. Diese nutzte Bainimarama als Gelegenheit, um die Investitionspläne seines Landes bekannt zu geben.

klimaretter.info/vk

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