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Investoren wollen Klimawahrheit

Rund 100 Pensionsfonds, Vermögensverwalter und Stiftungen haben sich mit einem Brief an die 62 größten Banken gewandt. Ihre Forderung: Die Geldhäuser sollen offenlegen, welchen klimabezogenen Risiken sie unterliegen und wie sie darauf reagieren. Die Investoren verwalten insgesamt ein Vermögen von zusammen fast zwei Billionen US-Dollar.

BildIst noch lange nicht so grün, wie sie sich gern gibt: Deutsche Bank. (Foto: Markus Bernet/​Wikimedia Commons)

Zu den Banken, an die sich der Appell richtet, gehören die Schwergewichte Goldman Sachs, JP Morgan Chase, Bank of America, Bank of China sowie die Deutsche Bank. Laut einer Studie aus dem vergangenen Jahr ist die Deutsche Bank der weltweit größte Geldgeber für den Kohlebergbau.

Zwar hat die Bank Anfang des Jahres angekündigt, keine neuen Kredite mehr für Kohlegruben und den Bau neuer Kohlekraftwerke zu vergeben. Von einem kompletten Rückzug aus den klimaschädlichen Investitionen kann jedoch keine Rede sein. Das Divestment soll nur schrittweise und über einen Zeitraum von vielen Jahren hinweg erfolgen.

Klimarisiken werden mittlerweile als eine der größten Bedrohungen angesehen, denen Unternehmen heute ausgesetzt sind. Ende 2015 rief der Finanzstabilitätsrat im Auftrag der G20-Finanzminister die Arbeitsgruppe zur Transparenz finanzieller Klimarisiken (TCFD) ins Leben. Unter dem Vorsitz des früheren New Yorker Bürgermeisters Michael Bloomberg hat die Arbeitsgruppe Empfehlungen ausgearbeitet, wie Unternehmen klimabezogene Risiken gegenüber Investoren, Banken und Versicherern offenlegen können.

klimaretter.info/vk

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