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US-Kohleexporte boomen

In den ersten fünf Monaten des Jahres haben die USA 60 Prozent mehr Kohle exportiert als im Vorjahreszeitraum. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters mit Verweis auf noch unveröffentlichte Regierungszahlen. Grund sei eine stark erhöhte Nachfrage aus Europa und Asien.

BildWohin fährt er hin, der Kohlezug? Vermutlich an die Küste, zum Verschiffen nach Europa und Asien. (Foto: Matthew Nichols/​Flickr)

Demnach erreichten die Kohleexporte im Zeitraum von Januar bis Mai einen Umfang von insgesamt 36,8 Millionen Tonnen. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 22,9 Millionen Tonnen. Das ist ein Zuwachs von mehr als 60 Prozent.

Besonders hoch waren die Zuwächse bei einigen europäischen Ländern. Insgesamt importierte Europa 16 Millionen Tonnen Kohle aus den USA. Im Vorjahreszeitraum waren es 10,5 Millionen gewesen. Asien führte 12,3 Millionen Tonnen ein, 2016 waren es in den ersten fünf Monaten 6,2 Millionen Tonnen.

Die Trump-Administration reklamiert den Export-Boom für sich – als Erfolg des eigenen Pro-Kohle-Kurses. Reuters zitiert eine Vertreterin des Energieministeriums mit den Worten: "Diese Zahlen zeigen klar und deutlich, dass die Politik der Trump-Regierung einer Industrie wieder auf die Beine hilft, die viel zu lange unter teurer und arbeitsplatzvernichtender Überregulation durch Washington zu leiden hatte."

klimaretter.info/vk

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