Fossile Kosten sogar noch höher

Mit vielen Milliarden an Steuergeldern wird die Nutzung fossiler Brennstoffe weltweit gefördert – obwohl sie die Hauptverantwortung für Erderwärmung und Klimawandel trägt und für einen Großteil der weltweiten Luftverschmutzung sorgt. Die Kosten der dadurch verursachten Erkrankungen und vorzeitigen Todesfälle sind gewaltig und stellen ein "verstecktes Preisschild" dar, zeigt ein Bericht der Health and Environment Alliance (Heal), eines Dachverbandes von Umwelt- und Gesundheitsorganisationen, die nun veröffentlicht wurde.

BildGeld ist genug da, doch oft fließt es nicht zur Mehrung des Gemeinwohls. (Foto: Jakob Richter/​Scoobay/​Flickr)

Demnach belaufen sich die direkten Subventionen für die Fossilen allein in den G20-Staaten auf 416 Milliarden Euro. Die Gesundheitskosten, die dadurch entstehen, sind aber noch sehr viel höher – und zwar um 525 Prozent. Sie liegen bei 2,6 Billionen Euro. Die Summe, die die Gesellschaft für fossile Brennstoffe aufwendet, ist also noch viel größer, als auf den ersten Blick sichtbar wird.

Kosten für Medikamente, Krankenhausaufenthalte und Arbeitsausfälle hat Heal in seinen Berechnungen übrigens nicht mitberücksichtigt. Genau genommen müsste die Gesamtsumme also sogar noch höher sein.

Dabei geht die Studie in ihren Berechnungen eher zurückhaltend vor. Sie zählt zu den Subventionen nur das, was für die Produktion fossiler Energien aufgewandt wird. Für Deutschland ergibt sich deshalb eine Subventionssumme von nur 5,1 Milliarden Euro. Eine Untersuchung, die das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) kürzlich im Auftrag der Umweltorganisation Greenpeace vorlegte, beziffert die Summe der fossilen Subventionen in Deutschland hingegen auf mindestens 46 Milliarden Euro pro Jahr.

klimaretter.info/vk

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