Versicherer: Raus aus Kohlesubventionen

Investoren und Versicherer mit einem Vermögen von insgesamt mehr als 2,8 Billionen US-Dollar haben die G20-Staaten dazu aufgerufen, bis zum Jahr 2020 aus den Subventionen für fossile Brennstoffe auszusteigen. In einem Brief fordern die Unternehmen, dass die G20-Abschlusserklärung des diesjährigen Gipfels in Hamburg einen klaren Zeitplan für diesen Ausstieg enthalten soll. Am Donnerstag und Freitag treffen sich die Außenminister der G20-Staaten in Bonn, um über die Tagesordnung des Gipfels zu beraten.

BildKohletransport in Peking: China, auch Mitglied der G20, hat im Januar angekündigt, 130 Kohleprojekte zu stoppen. (Foto: Han Jun Zeng/​Flickr)

Zuerst sollen die G20-Staaten laut dem Brief aus Subventionen für die Suche nach fossilen Brennstoffen und für die Kohleproduktion aussteigen. Die Unterzeichner, 16 Versicherer wie die Bayerische Versorgungskammer und Anlagenverwalter wie Aviva Investors, fordern außerdem einen Zeitplan, der festlegt, wie die öffentliche Finanzierung der Öl-, Gas- und Kohlebranche beendet werden kann.

"Subventionen und finanzielle Unterstützung von Produktion und Nutzung fossiler Brennstoffe bergen das Risiko von stranded assets", schreiben die Unterzeichner. Als stranded assets (verlorenes Vermögen) werden Investitionen bezeichnet, die durch den Klimaschutz wertlos werden. Außerdem, so die Versicherungen, verringerten diese Subventionen die Wettbewerbsfähigkeit grüner Industrien, gefährdeten durch die Luftverschmutzung die Gesundheit der Menschen und seien wirtschaftlich ineffizient.

Der letzte Gipfel der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer im chinesischen Hangzhou hatte aus Sicht vieler Klimaschützer enttäuschend geendet: Dort hatten sich die Staaten im vergangenen September zum wiederholten Mal nicht festlegen wollen, wann sie aus den fossilen Subventionen aussteigen wollen. Die Staatengruppe G7, deren Mitgliedsländer auch in der G20 sind, hatte zuvor schon versprochen, die Subventionen bis zum Jahr 2025 abzuschaffen.

klimaretter.info/fme

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