Schwerpunkte

Meeresspiegel | E-Mobilität | Wahl

Fünf-Billionen-Dollar-Grenze gerissen

Das Vermögen der Kapitalanleger, die sich verpflichtet haben, ihre Investitionen aus fossilen Energien abzuziehen, hat sich weltweit auf derzeit knapp 5,2 Billionen US-Dollar (rund 4,9 Billionen Euro) erhöht und sich damit in den letzten 15 Monaten verdoppelt. Das teilte die Initiative Divest-Invest mit und bezog sich dabei auf eine jetzt veröffentliche Analyse der US-Beratungsfirma Arabella Advisors.

BildGeht es nach der Divestment-Bewegung, sollen fossile Energien an den Finanzmärkten jeden Kredit verspielen. (Foto: KMJ/​Wikimedia Commons)

688 Institutionen und 58.399 Einzelpersonen in 76 Ländern haben sich danach bisher verpflichtet, ihre Kapialanlagen aus fossilen Energien abzuziehen. Universitäten, Stiftungen und religiöse Organisationen stünden dabei zu drei Vierteln hinter den neu hinzugekommenen Verpflichtungen, so die Analyse. Der Löwenanteil des antifossilen Kapitals – derzeit 4,5 Billionen US-Dollar – stamme allerdings von großen Pensionsfonds, privaten Versicherungen und Banken, die von Klimarisiken in ihren Investment-Portfolios ausgehen.

Für die Geschäftsführerin der Klimaorganisation 350.org, May Boeve, ist die Desinvestitions-Bewegung nun in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Die Bewegung sei angesichts der nunmehr fünf Billionen Dollar auch nicht mehr zu stoppen. Mark Campanale, Gründer und Chef des Londoner Thinktanks Carbon Tracker Initiative, sieht ein sinkendes Vertrauen der Finanzmärkte in fossile Brennstoffe. Nach seiner Ansicht wird ein Umweltrisikomanagement mit der Zeit zu einer einklagbaren Verpflichtung bei Kapitalanlagen werden.

klimaretter.info/jst

[Erklärung]  
blog comments powered by Disqus

Anzeige

Anzeige

Kolumnen

Alle Kolumnen lesen
Alle Herausgeber-Interviews lesen