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Erneute Milliardenverluste bei Eon

Es kommt noch schlimmer: Nach den erheblichen Ertragseinbußen von sieben Milliarden Euro im Vorjahr rutscht Eon 2016 noch tiefer in die Miesen. Der Essener Energiekonzern hat allein im dritten Quartal ein Minus von 6,4 Milliarden Euro hingelegt. Damit ergibt sich ein Rekordverlust von 9,3 Milliarden Euro für die ersten neun Monate dieses Jahres.

BildEon willl eigentlich in die neue Energiewelt durchstarten. Doch das Geschäft mit den konventionellen Kraftwerken drückt auch nach der Abspaltung noch auf die Bilanz. (Foto: Goofy50/Wikimedia Commons)

Eigentlich wollte Eon nach der Abspaltung der konventionellen Kraftwerke in das Tochterunternehmen Uniper in eine neue Energiewelt durchstarten. Doch ein Ende der Talfahrt ist längst nicht in Sicht: "Im kommenden Quartal, also zum Jahresabschluss, wird es voraussichtlich weiteren bilanziellen Anpassungsbedarf geben, weil Uniper dann vollständig entkonsolidiert wird", kündigte Eon-Finanzvorstand Michael Sen an. Hohe Abschreibungen sind die Ursache für den massiven Verlust: Nach der Aufspaltung in zwei Konzerne für die konventionellen Kraftwerke und für erneuerbare Energien und Dienstleistungen muss Eon die Bilanz bereinigen und Abschreibungen in Höhe von 6,1 Milliarden Euro vornehmen.

Trotz der herben Verluste lief es im neuen Kerngeschäft vergleichsweise gut. In den Feldern Energienetze, Ökostrom und Handel erhöhte sich der operative Gewinn innerhalb der ersten neun Monate um 13 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Dennoch kündigte der Essener Konzern im Zuge der Veröffentlichung des Quartalszahlen weitere Einsparungen an. Im Rahmen des Programms "Phoenix" will Eon bis 2018 rund 400 Millionen Euro einsparen.

Für das laufende Jahr rechnet der Energieriese dennoch mit einem Gewinn – wenn auch niedriger als zunächst vorgegeben: Eon geht für 2016 von einem Plus zwischen 600 Millionen und einer Milliarde Euro aus.

klimaretter.info/kir

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