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Neue RWE bekommt alten Namen

Jetzt ist es also offiziell: Die "neue" RWE bekommt den Namen – Innogy. Mit großem Pomp präsentierte der Energiekonzern gestern Abend seine künftige Marke, die einen kompletten Imagewechsel einläuten soll. Essens Grugahalle wurde mit einer Lichtinstallation illuminiert, um das neue Logo vorzustellen, ein "i" mit einem Schnörkel. Für heute sind weitere Marketingevents geplant. Ein neuer, peppiger Webauftritt ist bereits online. Das generalüberholte Erscheinungsbild soll, sagte RWE-Chef Peter Terium, signalisieren: "Innogy ist bunt, flexibel, voll geballter Energie und kreativer Ideen" – so ziemlich das Gegenteil dessen, was man bisher mit RWE verband.

BildDas ist Marketing: In ein paar Jahren wird sich kaum noch jemand daran erinnern, dass das Schnörkel-"i" mal RWE war. Wetten? (Foto: Screenshot/RWE)

Im März hatte RWE – dem Beispiel von Eon folgend – seine Aufspaltung bekannt gegeben. Die neue Tochter wird für die Geschäfte mit erneuerbaren Energien, Netzen und Vertrieb zuständig sein und soll die Mutter künftig an Größe überflügeln. Dem Mutterkonzern RWE bleiben die Kohle und die auslaufenden Atomkraftwerke. Für die neue Öko-Tochter fehlte zunächst der Name. Sie firmiert bislang als RWE International SE. Ende des Jahres soll Innogy dann auch an die Börse gehen. Der bisherige Firmen-Slogan "VoRWEg gehen" wird verschwinden.

Der Name Innogy ist ein Marketingprodukt. Nach RWE-Angaben soll er die Begriffe "Innovation", "Energy" und "Technology" kombinieren und damit zum Ausdruck bringen, wofür der Kohle- und Atomkonzern in Zukunft stehen will. RWE übernahm den Namen von dem britischen Unternehmen Innogy, das 2002 von dem Konzern gekauft und zunächst in RWE npower umbenannt wurde. Seit 2008 bündelt RWE seine – immer noch recht bescheidenen – Geschäfte mit den Erneuerbaren unter dem Namen Innogy.

klimaretter.info/vk

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