Aktionäre drängen Exxon zur Klimawahrheit

Exxon Mobil, der größte börsennotierte Ölkonzern der Welt, gerät wegen seiner Haltung zu den Klimarisiken seines Geschäftsmodells weiter unter Druck. Mehrere Großaktionäre wollen den Multi von der US-Börsenaufsicht SEC zur Veröffentlichung einer Klimawandel-Erklärung verdonnern lassen, wie die Nachrichtenagentur Reuters in dieser Woche berichtete. Bereits letzten November war bekannt geworden, dass die New Yorker Staatsanwaltschaft deshalb gegen den Konzern ermittelt. Der Vorwurf: Falschangaben zum Klimawandel.

BildWie werden sich Klimaziele und Klimaschutzmaßnahmen auf Exxons Geschäfte auswirken? Das wollen die Aktionäre des Konzerns – hier das Exxon-Gebäude in New York – doch mal etwas genauer wissen. (Foto: Dan DeLuca/Flickr/Wikimedia Commons)

Als Aktiengesellschaft ist Exxon zur Transparenz verpflichtet. Der Konzern muss Investoren darüber informieren, wie riskant seine Geschäfte sind – damit Anleger das Risiko ihrer Investitionen einschätzen und Fehlinvestitionen vermeiden können. Genau dieser Verpflichtung ist Exxon bislang nicht nachgekommen. Stattdessen hat das Unternehmen Öffentlichkeit und Anleger jahrelang über die möglichen Folgen des Klimawandels belogen und damit die Risiken seines fossilen Geschäftsmodells verschleiert. Zudem finanziert Exxon seit vielen Jahren klima"skeptische" Thinktanks – etwa über Stiftungen wie den konservativen Donors Trust oder den Donor Capital Fund.

Zu den Anlegern, die nun auf mehr Transparenz dringen, gehören die Pensionsfonds der US-Staaten New York und Vermont sowie der University of Califonia. Auch die Vermögensverwaltung der Church of England hat sich an die Börsenaufsicht SEC gewandt. Sie haben jeweils mehr als eine Milliarde US-Dollar in Exxon investiert.

klimaretter.info/vk

[Erklärung]  
blog comments powered by Disqus

Anzeige

Anzeige

Kolumnen

Alle Kolumnen lesen
Alle Herausgeber-Interviews lesen