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Vattenfall könnte bis 2030 umsteigen

Zur heutigen Vattenfall-Hauptversammlung hat Greenpeace eine Studie vorgelegt, wonach der Stromkonzern sein ostdeutsches Braunkohlegeschäft innerhalb von 15 Jahren herunterfahren und auf erneuerbare Energien umsteigen könnte, ohne dass Arbeitsplätze in Gefahr geraten. Die Kurzstudie erarbeitete das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) im Auftrag der Umweltorganisation.

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2029 könnte, sagt die IÖW-Studie, das Firmenschild von Vattenfall am Eingang des Kraftwerks Schwarze Pumpe abgeschraubt werden. (Foto: Matthias Rietschel)

Als Rahmenbedingung geht die Untersuchung davon aus, dass über die Ende 2013 genehmigten Abbaufelder hinaus keine weiteren Tagebaue – weder bereits genehmigte Tagebaue noch andere Vorbehaltsgebiete – aufgeschlossen werden. Es gibt keine Anwendung der CCS-Technologie und bis 2030 wird die Braunkohleförderung und -nutzung in der Lausitz eingestellt. Die einzelnen Vattenfall-Kraftwerke werden dabei bis 2020 (Boxberg III), bis 2024 (Jänschwalde), bis 2029 (Schwarze Pumpe) sowie bis 2030 (Boxberg IV, Lippendorf) abgeschaltet.

Bei einem – unterstellten – vollen Weiterbetrieb der Tagebaue und Kraftwerke in der Lausitz würden, so die Studie, im Jahr 2030 rund 4.100 Beschäftigte in der Braunkohleindustrie arbeiten. Um in diesem Umfang Alternativen bei den Erneuerbaren zu schaffen, wären von 2015 bis 2030 Investitionen von rund 16 Milliarden Euro erforderlich, rechnen die Studienautoren vom IÖW vor. Allerdings berücksichtigt die Studie dabei nur Investitionen in Windkraft und Solarstrom. Andere arbeitsplatzschaffende Möglichkeiten, wie sie erneuerbare Wärme, Ausbau von Wärmenetzen, Energieeffizienz oder Energiedienstleistungen bieten, seien nicht berücksichtigt, räumen die Autoren ein.

klimaretter.info/jst

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