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"Komplizen des Klimawandels"

Die zehn größten Lebensmittelkonzerne verursachen in etwa soviel Treibhausgase wie die skandinavischen Länder Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland zusammen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Hilfsorganisation Oxfam.

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Wer vermutet schon, dass hinter dem lustigen Kellogg´s-Tiger einer der größten Klimasünder der Lebensmittelbranche steckt? (Foto: Kellogg´s/Wikimedia Commons)

264 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent stoßen danach die "Big 10" jährlich aus: Associated British Foods, Coca-Cola, Danone, General Mills, Kellogg, Mars, Mondelez, Nestlé, Pepsico und Unilever. Würde man diese zehn Unternehmen zusammen als Land zählen, kämen sie in der Liste der am meisten CO2 ausstoßenden Länder der Erde auf Platz 25. Laut dem jüngsten Bericht des Weltklimarats ist die Landwirtschaft für ein Viertel der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich.

"Sie tun nicht genug, um ihren eigenen CO2-Fußabdruck zu reduzieren", schreiben die Autoren der Studie. Zwar führe der Klimawandel durch Stürme, Fluten, Dürren und sich wandelnde Wetterlagen zu Ernteausfällen, Lebensmittelpreisanstiegen und Verteilungsstörungen und schade damit den Lebensmittelkonzernen. Dennoch würden diese trotz Milliardenerlösen kaum etwas dagegen unternehmen. "Die Big 10 sind stille Komplizen dieser sich entfaltenden Krise", heißt es in der Studie. Kellogg und der Häagen-Dazs-Produzent General Mills werden dabei als Schlusslichter geführt.

klimaretter.info/bra

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