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Kohlepreise 2012 gesunken

Kohle war im Jahr 2012 deutlich billiger als noch im Vorjahr. Wie das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) ermittelte, sanken die Einkaufspreise im Jahresdurchschnitt im Dollar-Raum um 16,6 Prozent, im Euro-Raum sogar um minus 17,9 Prozent. Begründet wird dies mit dem Schiefergas-Boom in den USA, der zu einer Verdrängung von Kohle durch das billigere Gas führte. Im Durchschnitt des Monats Dezember lagen die Kohlepreise um 16,2 Prozent, im Euro-Raum um 15,6 Prozent unter dem Wert des entsprechenden Vorjahresmonats. Kohle gehört demnach zu den Rohstoffen im HWWI-Preisindex, die im Vorjahr am stärksten im Preis nachgaben.


Der Preis für die besonders klimaschädliche Kohle ist im vergangenen Jahr besonders stark gesunken. (Foto: Frank Boettner)

Der Ölpreis unterlag im Jahresverlauf kräftigen Schwankungen, schreibt das HWWI. Ausgelöst wurden diese durch politische Spannungen der westlichen Länder mit dem Iran. Ausfälle durch den verhängten EU-Importstopp wurden jedoch von anderen Ländern wie Saudi-Arabien, Irak und Libyen ausgeglichen. Beeinflusst durch die verschlechterte Konjunkturlage und die damit verbundene sinkende Ölnachfrage fiel der Ölpreis anschließend. Im Jahresdurchschnitt war Brent-Öl allerdings mit 111,6 Dollar pro Barrel so teuer wie nie zuvor, so die Ökonomen.

Der Index für Nahrungsmittel stieg im Sommer 2012 um zeitweise 30 Prozent an. Hauptgrund war die extreme Trockenheit in den USA, die dort einen großen Teil der Soja- und Maisernte zerstörte. Während sich Mais im Jahresverlauf um acht Prozent (im Euro-Raum 5,8 Prozent) verteuerte, stiegen der Weizenpreis um 15,9 Prozent (Euro-Raum: 13,6 Prozent) und der Preis für Sojaschrot sogar um 34,3 Prozent (Euro-Raum: 31,7 Prozent). Nur wegen des stabilen Preises für Reis sei es in Entwicklungsländern nicht zu Hungerkrisen wie 2008 gekommen, so das HWWI.

klimaretter.info/hd

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